Demos verliefen verhältnismäßig ruhig

Chemnitz – Am 1. Mai wurde in der Chemnitzer Innenstadt mit akuten Ausschreitungen gerechnet.

Grund dafür waren zahlreiche Demonstrationen unterschiedlicher politischer Ausrichtungen.

Entgegen aller Erwartungen verlief der Tag jedoch vergleichsweise friedlich. 46 Anzeigen, 9 Ordnungswidrigkeiten und 14 vorläufige Festnahmen – das ist die Bilanz der Mai-Demos. Wie die Polizei mitteilte, sind diese Zahlen positiv zu bewerten, da im Vorfeld damit gerechnet wurde, dass es in Chemnitz heiß hergehen könnte. Dass gravierende Ausschreitungen ausgeblieben sind, sei unter anderem der guten Organisation im Vorfeld zu verdanken.

Insgesamt waren rund 2.000 Beamte aus Sachsen, Thüringen, Bayern und Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Und auch die Bundespolizei unterstützte die Beamten. Aber nicht nur die Polizei hat dafür gesorgt, dass der 1. Mai relativ friedlich verlaufen ist.

Wie die Stadt Chemnitz mitteilte, nahmen rund 4.000 Menschen an den angemeldeten Demonstrationen von unter anderem dem DGB Stadtverband Chemnitz, Studentenrat der TU Chemnitz, Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V., Kulturbündnis „Hand in Hand“ und dem Bündnis „Chemnitz Nazifrei“ teil. Außerdem beteiligten sich laut der Stadt rund 650 Menschen an der Demonstration und Kundgebung der Partei „Der III. Weg“.