Der Bundespräsident besucht Rassissmus-Ausstellung in Dresden

Dresden - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute Sachsen besucht und in Dresden und Chemnitz Station gemacht. In der sächsischen Landeshauptstadt besuchte er die Rassismus-Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum. Dort diskutierte er mit Schülern über das Thema. 

Rassismus - ein Thema, das heute nicht nur die Schüler vom Zwickauer Peter-Breuer-Gymnasium interessierte, sondern auch die Politik. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Michael Kretschmer und Oberbürgermeister Dirk Hilbert informierten sich über das Thema Ungleichheitsforschung und gehen dem Grund nach, weshalb das Phänomen "Rassismus" auch in der Gegenwart noch präsent ist. Unter der Projektleiterin Susanne Wernsing informieren Exponate, Filme und wissenschaftliche Befunde rund um das Thema. Heute zeichnet sich unsere Gesellschaft durch eine große kulturelle, religiöse und soziale Vielfalt aus. Viele Menschen blicken auf eine Migrationsgeschichte zurück. Trotz dieser seit langem geteilten Erfahrungen ist das Phänomen des Rassismus nicht verschwunden. Die Frage: "Wie wollen wir zusammen leben?" scheint dabei ein zentrales Motiv zu sein. Steinmeier betont dabei die Relevanz des Themas und lädt die 12.-Klässler anschließend zur Diskussion.

Im Gespräch mit Bundespräsident Steinmeier betonte dieser, dass es Aufgabe der demokratischen Politik sei, verschiedene Meinungen zuzulassen und sich mit diesen kritisch auseinander zu setzen. Es sei von großer Bedeutung, konstant im Dialog zu bleiben, so Steinmeier. Die Ausstellung bietet dafür den geeigneten Rahmen, meinen auch die Schüler der Oberstufe. Für viele war die offene Gesprächsrunde das Highlight des heutigen Besuchs. Kritische Fragen und persönliche Erfahrungen mit Rassismus konnten in ungezwungener Atmosphäre mit den anwesenden Politikern diskutiert werden.  

Wer sich selbst intensiver mit der Thematik auseinandersetzen möchte, kann die Ausstellung aktuell im Deutschen Hygiene-Museum besuchen.