Der Buß- und Bettag

Jedes Jahr, am Mittwoch vor dem Totensonntag, der von Christen auch Ewigkeitssonntag genannt wird, dieser Feiertag: der Buß- und Bettag.

Im Gegensatz zu anderen deutschen Bundesländern, ist er in Sachsen schul- und arbeitsfrei. Doch warum gibt es ihn?

Der Buß- und Bettag hat eine lange Tradition. Er entspricht der Erkenntnis, dass das menschliche Leben nicht immer einwandfrei und fehlerlos verläuft. Fromm ausgedrückt: dass das menschliche Leben sich oftmals von Gottes Geboten entfernt und somit nicht ohne Sünde ist.

So soll dieser Tag im November ein Tag der Besinnung und Neuorientierung sein. Er kann den Alltag heilsam unterbrechen, indem er ganz besonders zum Innehalten und Bedenken der zurückliegenden Zeit anregt. Außerdem soll der Buß- und Bettag auch der Neuorientierung im Blick auf die Zukunft dienen.

Es geht also darum, dass Menschen sich bewusst Zeit nehmen, um sozusagen selbstkritisch „in sich zu gehen“ und sich innerlich neu auszurichten. Es geht aber auch darum, gesellschaftliche Verhältnisse in den kritischen Blick zu nehmen und gegebenenfalls Veränderungen anzumahnen.

Viele Gottesdienste und Andachten, die in den Kirchen am Buß- und Bettag angeboten werden, entsprechen inhaltlich diesen Anliegen.

Stephan Brenner, Pfarrer

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar