Der CFC im Aufwind

Chemnitz - Die Mitglieder des CFC haben entschieden. Der neue Aufsichtsrat steht. Die Mitglieder entschieden sich mit überwältigender Mehrheit für die zur Wahl stehende Liste. Vorsitzender des Kontrollgremiums wurde der Unternehmer Knut Müller. In den Rat gewählt wurde unter anderem Stephan Ballack, Vater des ehemaligen Nationalspielers Michael Ballack.

Im Wahlverfahren stand eine Liste mit sieben Namen darauf zur Wahl und nicht einzelne Mitglieder. Die Mitglieder konnten sich für oder gegen die Liste entscheiden. Diese Liste wurde bei der Mitgliederversammlung an diesem Samstag eindeutig gewählt. Von den 522 anwesenden Mitgliedern stimmten 509 für diese Liste.

Bereits am 19. August stimmten die Mitglieder des Chemnitzer Fußballclubs für einen neuen Aufsichtsrat ab. Die Wahl scheiterte jedoch. Die nötigen fünf Mitglieder für den Aufsichtsrat konnten nicht gewählt werden. Mit den vier gewählten Mitgliedern konnte kein neuer Rat gebildet werden. Der Gesellschafter Olaf Pönisch zog plötzlich seine Kandidatur zurück. Grund dafür war, dass er eine Listenwahl wollte und eine Einzelwahl ablehnte.

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Am 17. Oktober wurde dann ein neuer Notvorstand bestellt. Das Amtsgericht Chemnitz bestellte den ehemaligen Oberstaatsanwalt Siegfried Rümmler und die Gesellschafter und Unternehmer Romy Polster und Udo Pfeifer für das Gremium. Grund dafür war, dass der Verein nach dem Amtsende des alten Notvorstandes rechtlich nicht handlungsfähig war.

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Bei dieser Wahl schafften es mit der Liste zwei bereits im Sommer gewählte Mitglieder erneut in den Aufsichtsrat: Knut Müller und Norman Löster. Auf der Liste stehen außerdem noch Stephan Ballack, Uwe Hildebrandt, Grit Hoffmann, Jörg Illing und Tino Kermer. Mit dieser Wahl steht der neue siebenköpfige Aufsichtsrat des Chemnitzer Fußball Clubs fest.

Diese Wahl stärkte wohl das Vertrauen in den Verein und seine Mitglieder. Jana Pönisch gab nach der Mitgliederversammlung bekannt einen Gesellschafter-Anteil von einem Prozent zu kaufen. Damit fließen 100.000 Euro an den Verein. Davon werden 10.000 Euro zur Befriedigung der Gläubigermasse eingesetzt. Weitere 10.000 Euro gehen in das Stammkapital der Chemnitzer FC Fußball GmbH. Die verbleibenden 80.000 Euro gelten als Kapitalrücklage der GmbH.
 
Dies ist ein weiterer Schritt des Vereins, der Himmelblauen aus dem Tief des letzten Jahres wieder heraus zu kommen.