Der Euro und wir – Leipzig in der Krise

Nun ist es beschlossene Sache! Das Bundeskabinett stimmte heute Morgen für eine Beteiligung am 750 Milliarden Euro schweren Rettungspaket für Griechenland. Denn das Aus Griechenlands könnte bald auch das Aus für den Rest der Euroländer bedeuten.

Doch weshalb? Der Leipziger Wirtschaftsforscher Ullrich Heilemann weiß, was diese Krise für Europa UND auch für unsere Stadt bedeuten könnte.

Ein undurchsichtiger, düstere Schleier hängt derzeit über ganz Europa, Deutschland und demnach auch über der Messestadt. Der Milliarden-Rettungsschirm für das finanziell angeschlagene Griechenland ist zwar auf dem Weg, doch viele Leipziger sehen darin nur eine Verschlechterung der momentanen Wirtschaftslage. Das zumindest ergab eine Leipzig Fernsehen Umfrage Ende April. Doch gerade für die Rettung unsere Währung ist es wichtig, Griechenland vor dem Staatsbankrott zu bewahren. 

Interview: Ullrich Heilemann, Institut für Empirische Wirtschaftsforschung

Probleme bei der Kreditvergabe der Großbanken würde selbstverständlich auch eine große Stadt wie Leipzig zu spüren bekommen. Ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf den gesamten internationalen Handel.

Interview: Ullrich Heilemann, Institut für Empirische Wirtschaftsforschung

In der vorangegangenen Bürgerumfrage zum Thema „Euro und Griechenland“ hatten die Leipziger jedoch noch eine ganz andere Idee.

Umfrage

Interview: Ullrich Heilemann, Institut für Empirische Wirtschaftsforschung

Die Hilfszahlungen scheinen derzeit also die bestmögliche Lösung zu sein, um das Projekt „Gemeinschaftswährung“ am Leben zu halten. Doch die Wolken über Europa und auch über unserer Stadt werden sich noch eine Weile halten. Es heißt abwarten.