Der Fall Michelle beschäftigt Leipzig

Der mutmaßliche Mörder von der kleinen Michelle aus Leipzig ist gefasst.

Sieben Monate lang wurde fieberhaft nach ihm gesucht – ca. 20 000 Spuren und Hinweise hat die Sonderkommission ausgewertet. Es hat knapp 10 000 Befragungen gegeben.

Die Soko Michelle war die größte Sonderkommission, die es im Freistaat Sachsen zur Aufklärung eines Verbrechens gab. Erleichterung bei allen Ermittlern, Erleichterung bei der Bevölkerung, große Anteilnahme vor allem in Michelles Wohnviertel.

Interview: Anwohnerin

Die Gefahr, die von Michelles mutmaßlichem Mörder ausging, ist vorerst gebannt. Doch die Menschen sind weiterhin beunruhigt.

Interview: Anwohner

Neben der Hoffnung, dass der Täter für möglichst lange Zeit hinter Gittern bleibt, herrscht trotzdem noch die Angst vor möglichen Wiederholungstaten.

Interview: Bernd Merbitz – Landespolizeipräsident

Nach wie vor sind die Fragen nach dem Tatort und den Todesumständen von Michelle offen. Die Wohnung des Tatverdächtigen 18-jährigen Daniel V. ist immer noch großräumig abgesperrt. Experten suchen dort weiter nach verwertbaren Spuren. Die Leipziger sind durch das Schicksal von Michelle sensibilisiert, auch die Polizei. Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 50.000 Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet.

Interview: Horst Wawrzynski – Polizeipräsident Leipzig

Doch wie geht man mit der Angst um und wie schützt man seine Kinder? Der deutsche Kinderschutzbund ist täglich mit solchen Fragen konfrontiert.

Interview: Jost Schönfelder – Deutscher Kinderschutzbund

Doch einen hundertprozentigen Schutz kann und wird es nie geben.