Der Fall Michelle: Spurensuche abgeschlossen

Der mutmaßliche Mörder von der kleinen Michelle aus Leipzig ist gefasst.

Sieben Monate lang wurde fieberhaft nach ihm gesucht – ca. 20 000 Spuren und Hinweise hat die Sonderkommission ausgewertet. Es hat knapp 10 000 Befragungen gegeben. Die Soko Michelle war die größte Sonderkommission, die es im Freistaat Sachsen zur Aufklärung eines Verbrechens gab.
 
Gestern wurde die Spurensuche in der Wohnung des Täters abgeschlossen. Die Spuren und Aussagen des Täters ergeben für die Ermittler einen ersten Einblick in den Tathergang.

So wollte der Mörder laut Zeitungsberichten die Tat wahrscheinlich als Unglück vertuschen und einen tödlichen Wasserunfall vortäuschen. Der Täter hat unter anderem ausgesagt, dass er Fan von Kriminal-Fernsehserien wie CSI ist. Die Ermittler können nicht ausschließen, dass er sich von solchen Serien inspirieren ließ.

Der Mörder hat Michelle in seiner Wohnung erwürgt und versuchte das Mädchen danach in einer Wasserschüssel zu ertrinken, um es wahrscheinlich wie einen Unfall aussehen zu lassen. 

Laut Polizei sei dieses Vorgehen ein Indiz für einen geplanten Mord. Denn der Täter hat Michelles Leiche in einen Teich geworfen, wo sie später gefunden wurde. Die Obduktion ergab aber eindeutig einen Tod durch Erwürgen.

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