Der Frühling 2012 – Glänzendes Mai-Finale!

Am Donnerstag ist es soweit, dann ist der meteorologische Winter 2011/2012 Geschichte und es beginnt für die Meteorologen der Frühling.

Hinter uns liegen drei sehr abwechslungsreiche Monate. Dezember und Januar brachten einiges an Wind und Regen, in den Alpen kam es zu Rekordschneefällen. Während der Winter bis dato zu mild verlief, wurde ganz Europa Ende Januar der extremsten Kältewelle seit 1986 überrollt. Über 2 Wochen herrschte Väterchen Frost mit der russischen Kältepeitsche und es gab europaweit über 500 Kältetote. In Deutschland rutschten die Temperaturen nachts verbreitet unter minus 20 Grad, stellenweise sogar unter minus 30 Grad. Verglichen mit dem 30-Jahres-Mittel von 1981 bis 2010 liegt der Winter voll im Mittel. Vor einigen Tagen war er sogar noch etwas zu kalt. Die letzten drei Winter davor waren übrigens allesamt kälter als im langjährigen Mittel und das teilweise mit deutlicher Abweichung nach unten.

Zum Februar schnell noch eine kurze Bauernweisheit: Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiß. „Der Februar war über 4 Grad kälter als im langjährigen Mittel. Für den Sommer wären das nach dieser „Regel“ gute Aussichten. Aber solche Bauernweisheiten sind nun mal mit Vorsicht zu genießen. Außerdem steht nun erstmal der Frühling bevor“ erklärt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal WETTER.NET. Und der geht es dieses Jahr eher gemütlich an, wie der „Frühlingstrend 2012“ von WETTER.NET zeigt. Hierfür wurden mit dem Langfristmodell Prognostica Magna unter anderem wieder unzählige Beobachtungsdaten der letzten Jahrzehnte ausgewertet sowie neuste Erkenntnisse über Veränderungen der Meeresströmungen herangezogen. Selbstverständlich handelt es sich hierbei um einen Wettertrend mit entsprechenden Unsicherheiten und nicht um eine klassische Wettervorhersage, wie man sie etwa für die nächsten 3 bis 5 Tage kennt.

Insgesamt verlaufen März und April verglichen mit dem langjährigen Mittel in durchschnittlichen Bahnen. Im Mai findet der Frühling dann aber einen glänzenden Abschluss. Der könnte nach den aktuellen Berechnungen überdurchschnittlich warm und sonnig werden. Zudem wären dann auch schon einige Sommertage zu verbuchen. Der Wonnemonat scheint dieses Jahr seinem Namen alle Ehre machen zu wollen. „Unterm Strich dürfte der Frühling damit leicht zu warm ausfallen. Ein so extremes trockenes und warmes Frühjahr wie 2011 werden wir in Deutschland dieses Jahr wohl nicht erleben“ so Diplom-Meteorologe Jung.

Den Frühjahrstrend nach Dekaden können Sie im Detail der nachfolgenden Grafik entnehmen: