Der Frühsommer ist zurück – Unwettergefahr

Bereits am Mittwoch konnten sich weite Teile des Landes über einen weiteren Sommertag (= Tag mit Höchstwerten von 25 Grad und mehr) freuen.

In Mannheim und Freiburg wurden 27 Grad erreicht, Karlsruhe, Würzburg, Frankfurt und Kaiserslautern brachten es auf 26 Grad, in Berlin, Leipzig und Cottbus wurde mit 25 Grad ebenfalls das Kriterium für einen Sommertag erfüllt.

Im Mai gab es bisher schon 8 Sommertage und damit schon mehr als im gesamten Mai 2010. Im vergangenen Mai wurde die 25-Grad-Marke zudem erst ganz spät am Monatsende das erste Mal überschritten. Die 30-Grad-Marke wurde im Gegensatz zum aktuellen Mai überhaupt nicht erreicht.

Hoch Xaveria zieht nun langsam davon. Dadurch ist der Weg frei für etwas feuchtere Luft.

Für uns bedeutet das: Es wird deutlich schwüler und gewittriger – Wetter wir im Hochsommer steht auf dem Wetterprogramm.

Insgesamt wird es in den nächsten Tagen im Süden und Osten deutlich wärmer als im Norden sein.

Die Entwicklung der kommenden Tage:

Freitag 19 bis 28 Grad, zeitweise scheint die Sonne, im Tagesverlauf lokal Schauer und Gewitter

Samstag 21 bis 28 Grad, zunächst viel Sonnenschein, nachmittags regional Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich

Sonntag 18 bis 31 Grad, besonders heiß ist es im Osten, dort auch später die heftigsten Gewitter

„In der vielfach schwülen Luft fühlen sich diese Werte vielfach noch 2 bis 4 Grad höher an und wir kommen mächtig ins Schwitzen“ erklärt Wetter-Experte Dominik Jung vom Wetterdienst WETTER.NET.

Besonders bei empfindlichen Menschen kann die aktuelle Wetterlage zu Kreislaufproblemen führen. Daher unbedingt viel trinken und Überanstrengungen vermeiden.

Nach der Gewitterstaffel am Sonntag startet die neue Woche zunächst etwas kühler – Erfrischung ist angesagt. Mit 18 bis 24 Grad bleibt´s am Montag aber angenehm warm.

Dienstag und Mittwoch wird es dann schon wieder wärmer und das Quecksilber erreicht Höchstwerte bis 28 Grad.

Eines bleibt jedoch weiterhin Mangelware: Landregen. In Deutschland war der April 2011 der vierttrockenste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Besonders besorgniserregend: Es gab drei Aprilmonate die noch trockener waren und diese lagen alle in den letzten Jahren: 2007, 2009 und 2010.

Auch Mitteleuropa leidet unter Trockenheit: In Teilen Englands war der März der trockenste seit 1953, verbreitet fielen im Frühjahr 2011 in Mitteleuropa nur 20 Prozent des normalen Regensolls.

„Eine nachhaltige Entspannung der Trockenheit ist bis Monatsende nicht in Sicht. Es bleibt viel zu trocken. Einzelne regionale Gewitter bringen der Natur und Landwirtschaft kaum Entlastung. Im Gegenteil: Starkregen, Hagel und Sturmböen schaden mehr als das sie nutzen bringen“ erklärt Diplom-Meteorologe Jung.

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