Der Hafen als Barometer der Wirtschaft

Der Hafenverbund mit seinen sechs Binnenhäfen in Dresden, Riesa, Torgau, Deĉín, Lovosice und Roßlau konnte für 2007 ein Rekordjahr mit 13 Millionen Euro Umsatz verbuchen. Das wurde heute in der Jahrespressekonferenz bekannt gegeben. Auch für dieses Jahr sind Neuinvestionen geplant.

Knapp zwei Prozent hat das Bruttoinlandsprodukt 2007 in Deutschland zugelegt. Davon profitieren auch die Häfen. Nicht umsonst heißt es, Ein Hafen ist das Barometer der Wirtschaft .
2,67 Millionen Tonnen Güter wurden in der sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH umgeschlagen. Das ist ein Plus von neun Prozent. Soviel wie seit der Wende nicht mehr. Der Dresdner Binnenhafen kann mit der neuen Roll on, Roll of Anlage seit vergangenem Jahr Schwerlasten und und teure Mobilkrantechnik umschlagen und hat sich so zu einem Spezialhafen für Anlagenbauer aus Sachsen und Brandenburg spezialisiert. 

Zu den Bestimmungsländern der Ladungen gehören u.a. Indien, Kuwait und Saudi Arabien. 718,390 Tonnen Güter sind per Binnenschiff in Sachsens Binnenhäfen sowie Dêĉín und Lovosice umgeschlagen worden. Wären die LKWs auf Straßen gefahren, hätte man 36.000 Fahrzeuge benötigt .

Die Häfen profitieren auch vom guten Wasserstand der Elbe. Nach der Flut 2002 war es die fehlenden Fahrrinnentiefe, die den Schiffen zu schaffen machte. 10.000 Tonnen Kies sind zusätzlich durch das Hochwasser in die Elbe gespült worden. Die gilt es zu beseitigen. Seit 2005 hatte man aktiv damit begonnen und auch in diesem Jahr geht es weiter. 4,4 Millionen Euro werden durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung investiert. Bis 2010 soll alles behoben.

Im Dresdner Hafen gibt es auch 2008 einige Veränderungen. So soll der alte Speichel noch im ersten Quartal abgerissen werden. Bis 2013 gibt es für den Dresdner Hafen ein Entwicklungsprogramm. Mit neuen Hallen und Gleisanlagen soll die Logistik stark ausgebaut werden.