Der Kampf um mehr Lohn

Die Lokführer haben es vorgemacht, nun sind die Beschäftigten im öffentlichen Dienst dran.

Gemeint ist der Arbeitskampf für mehr Lohn. Doch bevor die Angestellten in den Kommunen mehr in der Lohntüte haben, müssen sich Gewerkschaften und Arbeitgeber erst einmal darauf einigen. Und da sieht es im Moment schlecht aus.

Der Zuspruch war enorm, ein Großteil der knapp 3.500 Beschäftigten der Stadtverwaltung Chemnitz kam in die Stadthalle, um bei der Personalversammlung mit dabei zu sein.

Die Personalentwicklung stand im Vordergrund, auch in Chemnitz werden die Beschäftigten immer älter, Nachwuchs gibt es zwar, doch nicht genügend, der Begriff des Fachkräftebedarfs war deshalb oft zu hören. Es ging aber auch ums Geld und vor dem Hintergrund der ins Stocken gekommenen Tarifverhandlungen wollte ver.di Chef Bsirske vor allem Aufklärung in Sachen Tarifforderung leisten.

Die Botschaft von Seiten der Gewerkschaft lautet nun also Arbeitskampf, vorerst im Kleinen. Schon in der kommenden Woche soll es die ersten Warnstreiks geben, auch in Sachsen. Betroffen davon könnten auch Chemnitz und Dresden sein, es geht um mehr Geld für die Beschäftigten. Was das unterm Strich konkret heißt, darüber sind sich Arbeitgeber und Gewerkschaft uneinig, auch wenn die Kommunen um den Verdienst ihrer Beschäftigten wissen.

Eine Frage, die vor allem den Kämmerer interessieren wird. In den meisten Kommunen wurde eine Lohnsteigerung eingeplant, in Chemnitz sind es aber nur zwei Prozent, jedes weitere würde die Stadt 1,2 Millionen Euro im Jahr kosten. Ganz ehrlich, ein Spagat, der nur schwer zu schaffen ist, bei allem Optimismus. Kommt es nicht zu einer Einigung, dann droht ein Arbeitskampf, der dem Bahnstreik ist nichts nachstehen könnte, so Bsirske.

Klingt fast schon wie eine Kampfansage. Ob diese auch wirklich umgesetzt wird, werden die weiteren Verhandlungen zeigen.

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