“Der Kulturpalast ist nicht weniger wert wie das Schloß“ – Dresdens Erben zum Kulti-Urteil

“Es ist eine Schande, wie respektlos die Stadt mit einem ihrer bedeutendsten, weil schöpferischsten Architekten umgeht“, sagt Jana Knauth vom Verein Dresdens Erben. +++

Am 13.11. 2012 erging das Urteil des OLG im Urheberrechtsstreit zwischen Dr. Wolfgang Hänsch und der LH Dresden. Der Richter spricht Dr. Hänsch zwar eine „herausragende Gestaltungs¬leistung“ zu, nicht aber das Recht an der Unverletzbarkeit des Saales. Dr. Hänsch wird nun die Urteilsbegründung abwarten, bevor er über weitere Schritte nachdenkt.“Es ist uns unverständlich, wie es möglich ist, dass das Eigentumsrecht schwerer wiegt, als das Urheberrecht, wenn der Umbau womöglich den Tatbestand der Entstellung des Werkes erfüllt. Bisher wurde weder die absolute Dringlichkeit des Umbaus nachgewiesen noch sein unmittelbarer Nutzen. Nicht zuletzt ist es eine Schande, wie respektlos die Stadt mit einem ihrer bedeutendsten, weil schöpferischsten Architekten umgeht“, sagte Jana Knauth.
 
„Nur weil der Kulturpalast nicht so alt wie das Schloß oder die Oper ist, ist er doch nicht weniger wert! Es ist ein Mangel unserer Zeit, dass die Nachkriegsmoderne zu wenig geschätzt wird.“ so die Vereinsvorsitzende abschließend.

Der Verein Dresdens Erben e.V. setzt sich für die Sanierung und Ertüchtigung des Baudenkmals Kulturpalast Dresden inklusive des Mehrzwecksaales ein und unterstützt den Architekten Dr. hc. Wolfgang Hänsch bei seiner Urheberrechtsklage gegen die Stadt.

Quelle: Dresdens Erben e.V.

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