Der lange Weg zum Denkmal

Im Oktober ist der 20. Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR.

Es ist die einzige Revolution auf deutschen Boden die Erfolg hatte und unblutig verlaufen ist. In vielen Ländern Europas wäre den Helden von damals längst an der Stelle des Geschehens ein Denkmal gesetzt worden und Schulklassen würden von Zeitzeugen die Ereignisse davor erfahren. In Deutschland ist das anders, hier wird Planung und Gestaltung eines Denkmals zur Literaturvorlage!

Der 9.Oktober 1989 in Leipzig, der Tag an dem das System DDR kapitulierte. Nicht die fallende Mauer brachte die Wende, sondern der Mut der Leipziger, sich dem Staat friedlich entgegen zu stellen. Bis zu diesem Tag hätte der Augustusplatz noch zum Platz des himmlischen Friedens werden können. Ein Denkmal für diese Zeit kann nicht nur in Berlin stehen.

Interview: Johannes Beermann – Chef der sächsischen Staatskanzlei

Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit. Viel Kontroversen und Diskussionen. Genug Stoff, um darüber ein Buch zu schreiben. Andreas Apelt gibt es heraus und sieht in der Thematik einen Prozess von nationaler Bedeutung.

Interview: Andreas Apelt – Deutsche Gesellschaft e.V.

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse bot das Museum der runden Ecke am Samstag das Podium für eine Diskussion mit Vertretern der Politik. Viel Neues gab es nicht. Die Pläne sind Sack und Tüten und Berlin mal wieder schneller als Leipzig.

Interview: Günter Nooke – Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechte

Günter Nooke war einer der Mitinitiatoren des Berliner Denkmals. Dafür erhielt er 2008 den Nationalpreis. Für ihn ist Berlin als Ort des Zentraldenkmals unumstritten.

Interview: Günter Nooke – Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechte

Für die Leipziger ist dieser Umstand schwer zu ertragen. Sie sehen ihre Leistung nicht gewürdigt mit einem Berliner Denkmal. Gerade der Einheitsgedanke kam nicht zuerst aus der Hauptstadt.

Interview: Günter Weißgerber – Mitglied des Bundestages

In einem Punkt war man sich dennoch einig. Es soll versucht werden vielleicht zwei mit einander korrespondierende Male zu schaffen. Dies lässt sich aber nicht mehr so einfach verwirklichen, denn die Ausschreibung hat in Berlin bereits begonnen. In Leipzig sieht man ein Denkmal ehesten auf dem Augustplatz, was aber nur schwer zu verwirklichen ist.

Interview: Georg Giradet – Leipziger Kulturbürgermeister

Die anwesenden Zuschauer hatten auch allerhand Vorschläge. Es wird also noch einiges Wasser die Pleiße herunter fließen bis Leipzig sein Denkmal hat. Am 9.Oktober startet die Leipziger Ausschreibung und spätestens zum 25. Jahrestag gibt’s dann auch ein Originalschauplatzdenkmal!

Interview: Johannes Beermann – Chef der sächsischen Staatskanzlei