Der meteorologische Flop der Woche

Die in einigen Medien zu Wochenbeginn angekündigte angebliche Entspannung in punkto Trockenheit entpuppt sich immer mehr als Flop.

Der Wetterdienst WETTER.NET hatte dagegen schon zu Wochenbeginn darauf hingewiesen, dass eine Entlastung nicht in Sicht ist.

In den letzten 72 Stunden gab es lediglich regional einzelne Gewitter mit Starkregen, Hagel, Sturmböen und sogar einem Tornado in Thüringen.

Nach Schäden durch Dürre und Frost kamen dort auch noch Hagelschäden dazu. Außerdem schwemmte der Platzregen das Erdreich einfach weg statt es tiefgehend zu befeuchten.

In vielen Orten gab es nicht mal einen Schauer.

Beispielsweise blieb es rund um Essen, Frankfurt, Mainz, Düsseldorf, Gießen, Rügen, Mannheim oder Erfurt komplett trocken.

Die landwirtschaftliche Wetterhotline von WETTER.NET hatte in den letzten Tagen alle Hände voll zu tun.

Es waren 486 Anrufe zu verzeichnen, davon ging es in rund 95% der Fälle um die angekündigten Regenfälle. Der Frust war groß. Nachfolgend einige Kommentare der Landwirte:

„Ich sehe vor lauter Sonne den Regen nicht“ (Eckbert H. aus Alzey)

„Seit 6 Wochen warten wir hier auf Regen und nichts passiert, da liegen die Nerven blank und wenn man dann im Fernsehen etwas von Regen erzählt bekommt und nichts passiert ist das frustrierend“ (Franz B. aus Fulda)

„Montagabend und Dienstagabend wurde in der ARD groß Regen angekündigt. Wo ist der denn geblieben? Wir haben extra die Feldbewässerung ausgesetzt und jetzt haben wir den oder besser keinen Salat (Michael S. aus Neustadt/Weinstraße)

„Die Grünfutterernte ist dieses Jahr eine einzige Katastrophe. Wir müssen dieses Jahr jede Menge Futter dazukaufen. Die Ernte ist halbiert“ (Klaus K. aus Freising)

Wie geht es nun weiter?

Gestern hat Diplom-Meteorologe Jung auch den Landwirten in Westdeutschland Hoffnung auf Landregen machen können. Doch diese Hoffnung ist zerplatzt wie eine Seifenblase.

„Wir erwarten am Wochenende einzelne Schauer und Gewitter – alles aber wieder lokal begrenzt. Landregen bleibt weiter aus. Einzige Ausnahme: der Südosten Bayerns und der Alpenraum. Dort werden ab Samstagnachmittag stärkere Regenfälle erwartet. Hier entsteht dann umgehend ein neues Problem: Erdrutschgefahr! Ab Mittwoch wird es dann aber schon wieder wärmer und ein neues Hoch bringt überwiegend freundliches Wetter“ so der Experte.

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