Der Protest wird sichtbar: Das Bündnis “Nazifrei“! – Dresden stellt sich quer

In zahlreichen Städten plakatierten am Dienstag, dem 18. Januar, Bündnispartner und Unterstützer von “Dresden – Nazifrei!“ öffentlich das Plakat des Bündnisses.+++

Heute in einem Monat, am 19. Februar, soll in Dresden erneut Europas größter Naziaufmarsch stattfinden. Damit die Nazis wie 2010, als über 12.000 Menschen den sogenannten Traumarsch mit Massenblockaden verhinderten, auch in diesem Jahr keinen Meter laufen können, mobilisiert das Bündnis Nazifrei! – Dresden stellt sich quer« bundesweit auf Hochtouren. In Erfurt, Jena, Weimar, Neuruppin, Düsseldorf, Berlin und zahlreichen anderen Städten plakatierten am Dienstag, dem 18. Januar, Bündnispartner und Unterstützer von »Dresden – Nazifrei!« öffentlich das Plakat des Bündnisses. 

In Dresden selbst verhinderte die Polizei das Plakatieren. Auch wenn wir an diesem Tag daran gehindert wurden Plakate aufzuhängen, lassen wir uns nicht von der Mobilisierung zu den Massenblockaden abbringen«, kommentiert Franziska Radtke, Sprecherin des Bündnisses, das Eingreifen der Polizei. Die Aktion wurde mit dem Verteilen der Bündnis-Massenzeitung und weiterem Infomaterial fortgesetzt. 

Ob wie beim bundesweiten Aktionstag am vergangenen Wochenende mit Probesitzen, Blockadetrainings und Infoveranstaltung etwa in Dresden und Regensburg, weiteren öffentlichen Plakataktionen oder auch im Internet: Wir werden im verbleibenden Monat bis zum 19. Februar alles dafür tun, wieder genügend Menschen davon zu überzeugen nach Dresden zu kommen, um die Nazis erfolgreich zu blockieren«, so Franziska Radtke. 

Am späten Dienstagabend wurde in Berlin-Neukölln das Fenster des dortigen Grünen-Büros eingeworfen. Zu diesem Zeitpunkt fand dort eine Vorstandssitzung der Grünen-Bezirksgruppe statt. Aufgrund der zahlreichen rechten Anschläge in Neukölln in den vergangenen Monaten und der zeitlichen Nähe zu einer dort für heute geplanten Infoveranstaltung zu den Massenblockaden des Naziaufmarschs in Dresden am 19. Februar muss davon ausgegangen werden, dass der Anschlag von Nazis verübt wurde.

Dieser mutmaßlich rechtsradikale Anschlag auf unsere Geschäftsstelle stellt, genau einen Tag vor unserer Mobilisierungsveranstaltung zu den Blockaden gegen den Naziaufmarsch in Dresden am 19.02., einen Versuch dar, uns einzuschüchtern«, erklärt André Schulze, Vorstandssprecher der Neuköllner Grünen. »Wir lassen uns in unserer antifaschistischen Arbeit durch derlei Angriffe, die sich in den letzten Monaten in Neukölln gehäuft haben, nicht einschüchtern und werden weiterhin zu Protesten und Blockaden gegen Naziaufmärsche aufrufen und mobilisieren. Wir fühlen uns vielmehr in unserem Ziel bestärkt, gemeinsam mit möglichst vielen Berliner_innen nach Dresden zu fahren und zu blockieren«, so Schulze.

Für uns macht dieser Anschlag auf das Büro, in dem sich zu dem Zeitpunkt Menschen befanden, erneut deutlich, dass Nazis eine Gefahr für die Gesundheit eines jeden darstellen, der nicht in deren menschenverachtendes Weltbild passt und zum Widerstand gegen das Treiben alter und neuer Nazis aufruft«, betont Franziska Radtke, Sprecherin des Bündnisses »Dresden – Nazifrei!«. »Ob wie beim bundesweiten Aktionstag am vergangenen Wochenende, mit Blockadetrainings und Probesitzen, dem gestrigen öffentlichen Plakatieren in zahlreichen Städten oder dem neuen Mobilisierungsclip im Internet: Wir werden im verbleibenden Monat bis zum 19. Februar alles dafür tun, wieder genügend Menschen davon zu überzeugen nach Dresden zu kommen, um die Nazis erfolgreich zu blockieren

Quelle: Bündnis Nazifrei! – Dresden stellt sich quer

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