Der Sommer zickt weiterhin rum!

Tief Xaver brachte in der vergangenen Nacht wie angekündigt zum Teil heftige Gewitter.

Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen, sowie unsere Nachbarn in Belgien. Hier kam es sogar zu einem tragischen Unfall während eines Open-Air-Konzerts mit mehreren Toten.

„Hier muss man sich fragen, ob die Veranstalter im Vorfeld sowie während der Veranstaltung keine meteorologische Beratung in Anspruch genommen haben. Der Wetterdienst WETTER.NET berät beispielsweise in Deutschland zahlreiche Eventagenturen bei geplanten Open-Air-Veranstaltungen, um genau so etwas zu verhindern“ berichtet Wetterexperte Dominik Jung.

Tief Xaver brachte stellenweise in kurzer Zeit Regenmengen bis 50 Liter pro Quadratmeter. In anderen Teilen Deutschlands wurden die Menschen – zumindest die ohne Klimaanlage in der Wohnung – aufgrund schwül-warmer Luft um ihren Nachtschlaf gebracht. Regional sank das Quecksilber nicht unter die 20 Grad Marke. Damit sprechen Meteorologen von einer tropischen Nacht. In der Frankfurter Innenstadt wurde es nicht kühler als 25 Grad. Das gleiche in Mainz oder Wiesbaden. Aber auch in München, Mannheim oder Kaiserslautern blieb es mit 21 Grad in den Innenstädten unangenehm warm.

Der Donnerstag brachte bereits einen Hitzetag. Es war das erste Mal seit 3 Wochen, dass in Deutschland die 30-Grad-Marke wieder deutlich überschritten wurde. In Koblenz am Rhein wurde der Höchstwert mit rund 34 Grad ermittelt.

Heute ist es erstmal wieder kühler, bevor es dann ab Samstag wieder wärmer wird. Von Sonntag bis Dienstag gibt es dann noch mal eine Minihitzewelle. Zum nächsten Wochenende wird es dann wieder deutlich kühler. „Der Sommer zickt munter weiter“ so Diplom-Meteorologe Jung.

Im Detail heißt das für die nächsten Tage in Deutschland:

Samstag 20 bis 30 Grad, Hoch Morven sorgt für viel Sonnenschein

Sonntag 23 bis 34 Grad, viel Sonne, nachmittags im Westen Schauer/Gewitter möglich

Montag 22 bis 36 Grad, viel Sonne, später wieder Schauer und Gewitter

Dienstag 22 bis 36 Grad, sonnig und heiß, später Unwetter mit Starkregen und Hagel

Mittwoch 20 bis 34 Grad, im Westen zunehmend unwetterartige Gewitter, im Osten dagegen weiter schwül und heiß

Donnerstag 20 bis 33 Grad, im Osten schwül-heiß, sonst schwül und wechselhaft mit weiteren Unwettern

Freitag 16 bis 25 Grad, insgesamt kühler und ab und zu Regen

Auch in den Nächten ist es vielfach sehr warm und schwül.

„Dieser Sommer nervt, denn er weiß einfach nicht, was er will. Insgesamt gab es zwei Minihitzewellen. Die erste kam um den Siebenschläfertag (Höchstwerte bis 38 Grad), die zweite erwartet uns nun von Sonntag bis Dienstag. Das waren die beiden einzigen Höhepunkte des Sommers 2011, wenn wir mal die zahlreichen Unwetter außen vor lassen“ sagt Jung.