Der Sternenhimmel im Oktober

Dresden - Wer gern in die Sterne schaut, darf aufatmen: Die dunkle Hälfte des Jahres hat begonnen. Um fast zwei Stunden verlängert sich im Laufe des Monats die Nacht. Zudem endet am 27. Oktober die Sommerzeit: Um 3 Uhr werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Damit ist es dann abends schlagartig noch einmal eine ganze Stunde früher dunkel. Während am Monatsanfang die Dämmerung erst gegen 20.30 Uhr Sommerzeit endet, können wir am Monatsende bereits ab 18.30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit den Sternenhimmel genießen.

Sterne

Hoch am Firmament steht das Sommerdreieck aus den hellsten Sternen der Sternbilder Leier, Schwan und Adler. Danach folgen die Sternbilder des Herbstes: Pegasus, Andromeda und, tief im Osten, Perseus. In den späteren Abendstunden steigen im Osten mit Stier, Fuhrmann und den Zwillingen die ersten Boten des herannahenden Winters am Himmel auf. In der zweiten Nachhälfte zeigt sich Orion, das wohl markanteste Sternbild des Winterhalbjahres, am Osthimmel.

Planeten

Auch Planeten lassen sich gut beobachten. Am Abendhimmel ist es der Jupiter und Saturn tief im Südwesten. Saturn finden wir ein kleines Stück links vom Jupiter im Schützen. Der Planet mit dem Ringsystem geht daher auch etwas später unter, nämlich Anfang des Monats kurz vor Mitternacht, am Monatsende gegen 21 Uhr MEZ. Am 3. Oktober steht die dünne Mondsichel knapp zwei Grad nördlich von Jupiter, zwei Tage später zieht der Erdtrabant in nur etwa einem Grad Abstand am Saturn vorüber.

Sternschnuppen

Im Oktober haben gleich zwei Sternschnuppen-Ströme ihr Maximum, nämlich am 9. Oktober die Delta-Draconiden und am 21. Oktober die Orioniden. Die Stärke beider Ströme ist von Jahr zu Jahr starken Schwankungen unterworfen – sie sind immer für Überraschungen gut. So kam es 2011 unerwartet zu einem Schauer der Delta-Draconiden mit 400 Meteoren pro Stunde. Die beste Beobachtungszeit für die Sternschnuppen liegt jeweils zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden.