Der Tag danach

Einen Tag nach der Fällung der Buche, die zum Symbol des Widerstandes gegen den Bau der Waldschlösschenbrücke geworden ist, gehen die Proteste weiter. Bereits gestern kam es zu einer Spontandemonstration vor dem Rathaus. Das wurde verriegelt. Heute gab es dazu Kritik von den Grünen.

Die Buche ist gefällt. Der Platz des Widerstandes verweist. Vereinzelt kommen noch Passanten und betrachten den Stumpf des alten Baumes. Eva Jähnigen von den Grünen im Stadtrat findet die Haltung der CDU im Rathaus, nachdem gestern die Türen verschlossen wurden, für kompromisslos.

Es gab Planungsänderungen, die es möglich gemacht hätten, die Buche zu erhalten. Von Architekten abgesegnet, so Eva Jähnigen. 

Johannes Lichdi, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, der gestern bei der Räumung ebenfalls von der Polizei abgeführt wurde, schlägt die Robin Wood-Aktivisten für den sächsischen Umweltpreis 2008 vor. Mit ihrem vierwöchigen friedlichen Protest, seien sie prädestiniert dafür.

Die FDP im Landtag fordert unterdessen, Robin Wood die Kosten der Räumung und Bauverzögerungen aufzuerlegen.

Die Bauarbeiten im Verkehrszug Waldschlößchenbrücke gehen derweil weiter. So wird die Umverlegung der Gasleitung und der Trinkwasserleitung im Bereich Fetscherstraßen fortgesetzt. Rammarbeiten für die Brückenfundamente auf linkselbischer Seite sollen diese Woche abgeschlossen werden.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar