Der Winter 2011/2012 kann auch Kälte!

Nach Abzug von Tief Elfriede ist es deutlich kälter geworden. Hoch Bertram sorgt verbreitet für viel Sonnenschein und klare Nächte.

Das lässt die Temperaturen wie letzte Woche angekündigt in den Keller rutschen.

„Heute Morgen wurden in Oberstdorf im Allgäu knapp minus 20 Grad gemessen. Noch kälter war es dort mit satten minus 25 Grad direkt über dem Erdboden“ berichtet Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal WETTER.NET.

Nachfolgend einige Tiefstwerte von Sonntagmorgen, gemessen 2 Meter über dem Erdboden:

Oberstdorf minus 20 Grad
Garmisch-Partenkirchen minus 13 Grad
Kempten minus 10 Grad
Bamberg minus 8 Grad
Nürnberg minus 7 Grad
Kaiserslautern minus 6 Grad
Hamburg minus 6 Grad
Mannheim minus 4 Grad

Tiefstwerte direkt über dem Erdboden:

Oberstdorf minus 25 Grad
Garmisch-Partenkirchen minus 21 Grad
Kempten minus 12 Grad
Stuttgart minus 10 Grad
Freiburg minus 9 Grad

Apropos Freiburg, dort war es Samstagmorgen mit minus 5 Grad kälter als in Moskau. Dort wurden nur minus 3 Grad gemessen.

Wie geht es diese Woche weiter?

Montag und Dienstag bleibt es vielfach freundlich und trocken – Ausnahme: Ostdeutschland! Dort kann es an beiden Tagen immer wieder Schneefall, teilweise aber auch Eisregen geben. Hier muss man auf den Straßen besonders aufpassen. Viele Menschen sind Eis und Schnee diesen Winter noch gar nicht gewöhnt!

Die Temperaturen liegen am Montag und Dienstag im Süden meist auch am Tag im Dauerfrostbereich zwischen minus 4 und 0 Grad. Sonst werden 0 bis 5 Grad erreicht.

Nachts leichter bis mäßiger Frost zwischen 0 und minus 8 Grad, im Süden stellenweise wieder bis minus 20 Grad.

Nachdem es am Mittwoch und Donnerstag im Westen mit bis zu 8 Grad vorübergehend einen Tick milder werden kann und sich verbreitet eine gefährliche Glatteiswetterlage einstellen kann, kühlt es ab Freitag und zum kommenden Wochenende hin wieder auf Werte um 0 Grad ab. Lediglich im Nordwesten werden bis zu 5 Grad erwartet.

Ab Donnerstag setzen in der gesamten Alpenregion auch wieder starke Schneefälle ein. Dort werden Neuschneemengen zwischen 50 und 100 cm erwartet. Das dürfte hier erneut für Probleme sorgen. Bereits jetzt liegt auf den Alpengipfeln vielfach über 4 Meter, teilweise bis 5 Meter Schnee. So viel Schnee gab es dort noch nie seit Beginn der Schneehöhenaufzeichnungen.

Weiterer Trend:

Nach einem weiteren winterlichen Wochenende ( 21. und 22. Januar) ist in der darauf folgenden Woche noch alles offen. Die Chancen sind da, dass es winterlich bleibt. Es kann aber auch wieder milder werden. „Der Kampf Winter gegen Frühling findet quasi genau über Deutschland statt. Milde und kalte Luftmassen schieben sich immer wieder hin und her“ erklärt Diplom-Meteorologe Jung.