Der Winter ist zurück- und bleibt!

 Am Dienstag hat der meteorologische Winter 2012/2013 Halbzeit. „Bisher war der Verlauf ziemlich chaotisch und glich einer extremen Achterbahnfahrt“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Gleich zu Anfang Ende November/Anfang Dezember wurde es nahezu deutschlandweit winterlich mit Frost, Eis und Schnee. Doch kurz nach der ersten Kältewelle folgte eine Erwärmung und zu Weihnachten dann ein echter Frühlingsdurchmarsch. Bis kurz vor Weihnachten war nicht sicher, ob sich nicht doch wieder die kalte Luft gegen die milde Atlantikluft durchsetzen kann. Das war nicht der Fall und so wurde es das wärmste Weihnachtsfest seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880.

Zwischen den Jahren stellte sich dann in vielen Landesteilen Hochwasser ein. Mit dem Jahresstart wurde es zwar trockener, dafür aber richtig finster, denn die Sonne bekam man seit Silvester kaum noch zu Gesicht. In einigen Landesteilen schien gab es in den ersten zehn Januartagen 0 (!!!) Minuten Sonnenschein. Die Hannoveraner konnten beispielsweise erst gestern, am 11. Januar, das erste Mal in diesem Jahr die Sonne begrüßen.

Für den aktuellen Winter 2012/2013 hatte wetter.net im Oktober zwei Kältewellen angekündigt und genau diese zweite Kältewelle kommt seit Freitag langsam aber sicher in die Gänge.

Bereits die Nacht zum Freitag brachte im Südwesten und Osten Schneefälle, stellenweise fiel sogar in den Niederungen bis zu 15 cm Neuschnee. Zum Sonntag gab es besonders an der Ostsee zum Teil kräftige Schneeschauer. Daher liegen in Rostock heute Morgen 13 cm Schnee.

„Das milde, aber sehr dunkle Frühlingswetter wurde binnen weniger Tage markant ausgebremst“ erklärt Wetterexperte Jung.

Einige Schneehöhen von Sonntagmorgen:

Zugspitze 250 cm
Großer Arber 95 cm
Feldberg/Schwarzwald 65 cm
Fichtelberg 54 cm
Zinnwald 17 cm
Dresden 16 cm
Brocken 15 cm
Rostock 13 cm
Oberstdorf 10 cm
Görlitz 10 cm
Carlsfeld 10 cm
Ueckermünde 9 cm
Hof 6 cm
Berlin 3 cm
Saarbrücken 3 cm
Trier 3 cm
Augsburg 3 cm

Die Frühtemperaturen lagen am Sonntagmorgen lokal bei minus 10 Grad in 2 Metern Höhe. Direkt am Erdboden wurde satte minus 18 Grad gemessen, wie z.B. im fränkischen Hof.

Der Trend – Wie geht es nun weiter?

Wie schon vor einigen Tagen angekündigt wird der aktuelle Wintereinbruch einer der nachhaltigen Sorte werden. Die gesamte kommende Woche verläuft fast überall frostig und das auch am Tag, nachdem es in den ersten zehn Januartagen selbst nachts kaum Frost gegeben hatte.

Dazu wird es in den nächsten Tagen auch immer wieder zu Schneefällen kommen und überall muss mit winterlichen Straßenverhältnissen gerechnet werden.

Das Wetter der kommenden Tage im Detail:

Montag: minus 7 bis 0 Grad am Tag, im Osten etwas Schnee, sonst recht freundlich und trocken

Dienstag: minus 6 bis plus 1 Grad, im Westen leichte bis mäßige Schneefälle, sonst ein Mix aus Sonne und Wolken

Mittwoch: minus 5 bis 0 Grad, im Südosten teils mäßige bis starke Schneefälle, sonst einzelne Schneeschauer

Donnerstag: minus 5 bis 0 Grad tagsüber, überall mal Sonne, mal Wolken und Schneeschauer

Freitag: minus 6 bis 0 Grad, wechselnd bewölkt, einzelne Schneeschauer

Samstag: minus 8 bis minus 2 Grad, freundlich, nur selten Schneeflocken

Sonntag: minus 6 bis 0 Grad, tagsüber aus Westen neuer Schnee, im Rheintal auch Schneeregen möglich

Nachts werden minus 5 bis minus 10 Grad erreicht, stellenweise bis minus 15 und über Schnee bis minus 20 Grad.

Trend 21. bis 29. Januar:

Es bleibt weiterhin winterlich kalt. Tagsüber liegen die Werte zwischen minus 5 und 0 Grad. Lediglich am Rhein und an der Küste können leichte Plusgrade erreicht werden. Dazu gibt es immer wieder leichte, teils mäßige Schneefälle.