Deutlich weniger Ausbildungsverträge unterzeichnet

Bis zum 31. Juli haben sich fast 20 Prozent weniger junge Frauen und Männer als im Vorjahr einen Handwerksbetrieb des Kammerbezirks Leipzig gesichert. Nach wie vor sind aber noch viele Stellen verfügbar.+++

In Kürze beginnt das neue Ausbildungsjahr. Bis zum 31. Juli haben sich 663 junge Frauen und Männer ihre Lehrstelle in einem Handwerksbetrieb des Kammerbezirks Leipzig gesichert. Das sind fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Ausgebildet werden sie in 70 Berufen. Nach wie vor sind aber noch viele Stellen verfügbar: Allein für dieses Jahr sind In der Online-Lehrstellenbörse der Kammer noch 166 Ausbildungsplätze eingetragen.

Dagmar Ehnert, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer, hofft, dass sich in den kommenden Wochen noch Jugendliche für einen Handwerksberuf entscheiden. „Unsere Betriebe brauchen den Nachwuchs dringend. Qualifizierte Bewerber haben nicht nur gute Aussichten auf eine Lehrstelle, sondern auch auf eine schnelle Karriere nach erfolgreichem Abschluss.“

Die meisten Lehrverträge wurden in den Berufen Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker, Friseur und Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik abgeschlossen. Für diese Berufe gibt es aber ebenso noch unbesetzte Lehrstellen wie in 38 weiteren. Jugendlichen, die noch unentschlossen sind, empfiehlt die Hauptgeschäftsführerin, sich über die mehr als 130 Berufe und Karrierechancen im Handwerk zu informieren. Am besten sei es aber, Praktika in unterschiedlichen Unternehmen zu machen. „Dabei lernt man den Alltag im Betrieb kennen und kann besser einschätzen, worauf es in dem jeweiligen Beruf ankommt. Außerdem kann man beim potentiellen Ausbilder punkten“, erklärt Ehnert.

Alle Informationen über Handwerksberufe, freie Lehrstellen und Praktika in der Region gibt es auch in der App Lehrstellenradar, die kostenfrei im AppStore oder via Google Play heruntergeladen werden kann.