Deutlicher Preisschub auf dem sächsischen Bau

Steigende Rohstoffpreise sowie günstige Auftragslagen führen zu einer merklichen Verteuerung des Neubaus von “Wohn-“, “Büro-“ und “gewerblichen Betriebsgebäuden“ in Sachsen. +++

Innerhalb der Jahresfrist führten im August nicht zuletzt steigende Rohstoffpreise sowie günstige Auftragslagen zu einer merklichen Verteuerung des Neubaus von „Wohn-“ (4,0 Prozent), „Büro-“ (4,3 Prozent) und „gewerblichen Betriebsgebäuden“ (4,5 Prozent) in Sachsen.

Im Vergleich zum Vorjahr war dies der höchste Preisanstieg seit 2007, als in Folge der Mehrwertsteueränderung die durchschnittlichen Teuerungsraten Werte von über 7 Prozent erreichten. Der Index für „Wohngebäude“ erreichte einen Stand von nunmehr 119,0 (Basis 2005 = 100). Dieser beruhte sowohl auf Preiserhöhungen im Bereich der „Rohbau-“ (3,8 Prozent) als auch „Ausbauarbeiten“ (4,2 Prozent).

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf „Gerüst-“ (7,7 Prozent) „Stahlbau-“ (6,0 Prozent), „Dachdeckungs- und -abdichtungs-“ (4,7 Prozent), „Beton-“ (4,2 Prozent), „Zimmer- und Holzbau-“ (4,1 Prozent) sowie „Mauerarbeiten“ (3,5 Prozent). Zudem zahlte man für den Einbau von „Nieder- und Mittelspannungs-“ (7,3 Prozent), „Gas-, Wasser- und Entwässerungs-“ (5,5 Prozent) sowie „Heiz- und zentralen Wassererwärmungsanlagen“ (3,8 Prozent) deutlich mehr als im August 2010.

Einen wesentlichen Beitrag zur allgemeinen Entwicklung leistete zudem die Preisgestaltung für Arbeiten von Fliesenlegern, Metallbauern und Tischlern, die sich jeweils um reichlich 5 Prozent verteuerten. Analoge Tendenzen gab es ebenso bei den Bauleistungen im Rahmen der Errichtung von Nichtwohngebäuden.

Im Vergleich zum Mai 2011 erhöhten sich die Preise bei allen drei Gebäudearten um 0,8 Prozent. Bei den Einzelleistungen zeigten sich jedoch Unterschiede. Während z. B. „Ausbauarbeiten“ (1,0 Prozent) in „gewerblichen Betriebsgebäuden“ am stärksten stiegen, traf dies für „Rohbauarbeiten“ (0,7 Prozent) auf „Wohn-“ und „Bürogebäude“ zu.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

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