Deutsch-Polnische Literaturtage in Sachsen: Identitäten im Wandel

Die vom Sächsischen Literaturrat e. V. und dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig veranstalteten Deutsch-Polnischen Literaturtage in Sachsen stehen unter dem Motto “Identitäten im Wandel“. +++

Die vom Sächsischen Literaturrat e. V. und dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig veranstalteten Deutsch-Polnischen Literaturtage in Sachsen stehen unter dem Motto »Identitäten im Wandel«. Denn sowohl das deutsch-polnische Verhältnis als auch unsere Gesellschaften unterliegen stetigen Veränderungen. Besonders die enge Verflechtung beider Länder bewirkt, dass viele mit hybriden Identitäten leben und nationale Zuschreibungen obsolet werden. 

Um »Identitäten im Wandel« geht es daher auch am 20. September in Leipzig bei der Eröffnung der Deutsch-Polnischen Literaturtage in Sachsen. Unter dem Titel »Identitäten im Wandel – Deutsche und Polen« diskutieren Werner Heiduczek (Schriftsteller, *1926 in Hindenburg/Zabrze), Basil Kerski (Autor, Chefredakteur des deutsch-polnischen Magazins »Dialog« und Leiter des Europäischen Solidarność Zentrums Gdańsk) und Andre Rudolph (Lyriker, Übersetzer) unter der Moderation von Prof. Dr. Eckart D. Stratenschulte und der musikalischen Umrahmung durch Steffen Mohr über ein nach wie vor vielschichtiges Thema.

Auch in den weiteren deutschen und polnischen Büchern, die wir dem Publikum vom 21. bis 24. September 2011 in Leipzig, Dresden, Görlitz, Zgorzelec und Chemnitz präsentieren möchten, spielt das Thema Identität eine wichtige Rolle. So erzählt Sabrina Janesch (*1985 in Gifhorn) in ihrem preisgekrönten Debütroman »Katzenberge« suggestiv und präzise von Heimatlosigkeit, von Orten der Sehnsucht und von Schuld, die nicht vergeht. In Tomasz Różyckis (*1970 in Opole) Roman »Zwölf Stationen« wollte der namenlose Held eigentlich nur seine Großmutter in der polnischen Provinz besuchen, wird dann aber dazu auserkoren, die im ganzen Land verstreute Verwandtschaft zusammenzutrommeln, um noch einmal in die ferne und doch so nahe Heimat zurückzukehren. Artur Becker (*1968 in Bartoszyce/Masuren) katapultiert die Zuhörer mit seinem Roman »Der Lippenstift meiner Mutter« mitten hinein in das Herz von Masuren, in die kleine Stadt Dolina Róz und zu ihren bunten Bewohnern: die rosenkranzbetenden Großmütterchen, die verruchte Dorfschönheit, der ehemalige Wehrmachtssoldat, die prügelnden Väter und natürlich die rebellierende Jugend.

Weitere Autoren der Deutsch-Polnischen Literaturtage in Sachsen werden Thomas Rosenlöcher, Julia Fiedorczuk, Gernot Wolfram sein. Der Schauspieler Matthias Hummitzsch und der Literaturwissenschaftler Dr. Hans-Christian Trepte widmen sich gemeinsam mit Mitgliedern des MDR Rundfunkchors den Texten des vor 100 Jahren geborenen Literaturnobelpreisträgers Czesław Miłosz.

Weitere Informationen unter www.saechsischer-literaturrat.de und www.polnischekultur.de.

Quelle: Sächsischer Literaturrat e.V.

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