Deutsche Bahn beginnt mit dem Wiederaufbau der geschädigten Neißetalbahn

Für rund fünf Millionen Euro beginnt die Deutsche Bahn den Wiederaufbau der durch das Hochwasser geschädigten Neißetalbahn. Im Frühjahr sollen die ersten Züge rollen. +++

Die Deutsche Bahn hat heute mit dem Wiederaufbau der durch das Hochwasser geschädigten Neißetalbahn begonnen. Bis zum Frühjahr 2011 will die Deutsche Bahn den Streckenabschnitt zwischen Görlitz und Zittau wieder für den Zugverkehr fit machen. Im August 2010 war die Strecke in den Bereichen Hagenwerder und Hirschfelde durch das Hochwasser der Neiße stark zerstört worden. 

Rund fünf Millionen Euro sind erforderlich, um die verschiedenen beschädigten Streckenabschnitte zwischen Görlitz und Zittau wieder aufzubauen. Mehr als eine Million Euro davon ist allein für die Erneuerung der Stellwerks- und Bahnübergangstechnik in Hirschwerder erforderlich (siehe unten). Die Deutsche Bahn hatte sich von Anfang an für den schnellen Wiederaufbau der Strecke ausgesprochen, um den Reisenden schnellstmöglich wieder Verkehr auf der Schiene anbieten zu können. Entsprechend hatte die DB umgehend die Finanzierungsverhandlungen aufgenommen. Da bis heute die Finanzierung durch die öffentliche Hand nicht geklärt ist, ist die Deutsche Bahn gezwungen, entsprechend in Vorleistung zu gehen. Eine endgültige Entscheidung durch den Bund steht nach wie vor aus.

Die Deutsche Bahn hat die erforderlichen Bauarbeiten in zwei verschiedene Lose aufgeteilt.

Am Bertsdorfer See wird zunächst auf einer Länge von rund 400  Metern der Bahndamm vollständig erneuert, um hier anschließend den Gleiskörper (Gleis und Gleisbett) neu verlegen zu können. Dieser Damm war von den Wassermassen vollständig zerstört worden.

Südlich des Bahnhofs Hagenwerder muss auf zwei Abschnitten mit einer Länge von jeweils 100 Metern der komplette Unterbau (Planum) erneuert werden, bevor jeweils das neue Gleisbett und Gleis darauf verlegt werden kann. Auch hier waren die Gleisanlagen vom Hochwasser unterspült worden.

Auf einem rund 600 Meter langen Teilstück ebenfalls südlich des Bahnhofs Hagenwerder wird das verschlammte Schotterbett erneuert.

Im Bahnhof Hagenwerder sowie in den angrenzen Abschnitten müssen die defekten Kabelanlagen für Telekommunikation sowie Leit- und Sicherheitstechnik repariert oder durch neue Anlagen ersetzt werden.

Bereich Hirschfelde: Die im Projektabschnitt Hirschfelde erforderlichen Leistungen befinden sich derzeit in der Ausschreibung. Baubeginn ist hier für Ende Februar geplant. Folgende Arbeiten sind in diesem Bereich erforderlich:

Als Voraussetzung für die Bauarbeiten im Raum Hirschfelde sind zunächst Gleisbauarbeiten auf einem rund zwei Kilometer langen Abschnitt bei Zittau erforderlich, um über diese Gleise die Baulogistik aus Richtung Zittau abwickeln zu können. Diese Infrastrukturmodernisierung war ursprünglich für das Jahr 2010 geplant gewesen.

Der Schwerpunkt der Arbeiten im Raum Hirschfelde liegt auf der Erneuerung des durchgehenden Hauptgleises im Bahnhof Hirschfelde sowie das daran anschließende Streckengleis in Richtung Polen. Es handelt sich dabei um rund 1,6 Kilometer langen Gleisabschnitt, der vom Hochwasser verschlammt und unterspült worden war.

Im Bahnhof Hirschfelde waren darüber hinaus die gesamte Stellwerkstechnik sowie die beiden Bahnübergänge so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Reparatur wirtschaftlich nicht vertretbar ist. Vielmehr müssen die für den Betrieb als Haltepunkt benötigten technischen Anlagen in Hirschfelde schrittweise erneuert werden. Hierfür sind umfangreiche Planrechtsverfahren gesetzlich erforderlich, weshalb im Hinblick auf die Leit- und Sicherungstechnik zunächst nur eine Übergangslösung geschaffen werden kann, die den sicheren Betrieb ab Frühjahr 2011 ermöglichen wird.

Die ursprünglich für das Jahr 2013 geplante Erneuerung der Bahnübergangssicherungsanlagen im Bahnhofsbereich Hirschfelde wird bereits auf das kommende Jahr 2012 vorgezogen. Bis dahin werden die Bahnübergänge behelfsmäßig gesichert.

Quelle: Deutsche Bahn

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!