Deutsche Bahn setzt auf künstliche DNA

Im Kampf gegen den Metalldiebstahl setzt die Deutsche Bahn ab sofort auf künstliche DNA. In Leipzig hat die DB heute mit der entsprechenden Markierung begonnen. +++

Ziel ist es, insbesodere in Schwerpunktregionen wie Sachsen und Sachsen-Anhalt effektive Maßnahmen gegen den Metalldiebstahl umzusetzen. Dabei stehen neben der sichtbaren Kennzeichnung unsichtbare Markierungsmethoden wie der künstlichen DNA, sowie der verstärkte Einsatz von Sicherheitspersonal im Vordergrund. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit Altmetallhändlern verbessert werden.

Die Markierung von Kabeln mit künstlicher DNA ist für das bloße Auge nicht erkennbar, nachweisen lässt sich die Substanz nur mit UV-Licht. Ein einziges DNA-Molekül reicht aus, um die gestohlenen Kabel zu identifizieren und damit eine Straftat nachzuweisen, bzw. den Täter zu überführen.

Die Kabel werden sowohl äußerlich als auch unterhalb der Isolierschicht mit Hilfe spezieller Instrumente mit der künstlichen DNA versehen. Im Inneren des Kabels ist diese vor äußeren Witterungseinflüssen und mechanischen Einwirkungen geschützt. Die Flüsigkeit enthält neben der künstlichen DNA auch Komponenten in Form von mikroskopisch kleinen Metallplättchen. Diese sind codiert und ermöglichen mit Hilfe eines Mikroskops die exakte Lokalosierung und IIdentifizierung eines definierten Abschnitts der Kabelstrecke. Jeglicher Kontakt mit den Kabeln birgt für den Täter die Gefahr, dass er sich selbst mit der Markierung „kontaminiert“ und sich somit beweiskräftig mit dem Diebesgut bzw. dem Tatort in Verbindung bringt. Denn die DNA-Spuren bleiben in Bekleidung, im Auto, auf der Haut oder auf dem Werkzeug trotz intensiven Waschens oder Putzens langfristig nachweisbar. Polizei oder Schrotthändler werden durch die DB technisch in die Lage versetzt, sowohl die künstliche DNA als auch die Metallplättchen auszulesen und können damit den Tätern unmittelbar das Handwerk legen.