Deutscher Meister brilliert in Chemnitz

Die Handballdamen der SG HV Chemnitz 2010 haben am Donnerstagabend ein Freundschaftsspiel gegen den Thüringer HC bestritten.

Anlässlich des 20-jährigen Vereinsjubiläums konnten die Chemnitzer die beste deutsche Mannschaft der vergangenen Jahre in der Sachsenhalle begrüßen.

Während die Chemnitzerinnen in der viertklassigen Mitteldeutschen Oberliga spielen, wurde der Thüringer HC zuletzt vier Mal in Folge Deutscher Meister, zweimal Pokalsieger und spielt in der Champions League.

Um das Duell der HVC-Damen mit dem Starensemble aus Thüringen zu sehen, strömten 580 Zuschauer in die Sachsenhalle – neuer Vereinsrekord.

Nach einem leichten Abtasten in den ersten zwei Minuten erzielte die österreichische Nationalspielerin Katrin Engel das 1:0 für die Gäste.

Während die HVC-Damen nach einer Lücke in der gegnerischen Abwehr suchten, zeigten die Gäste ihre Klasse in den Tempogegenstößen.

Das 0:3 durch Danick Snelder – Nationalspielerin der Niederlande. Das erste Tor für den HVC konnte Sandra Schumann per Siebenmeter erzielen. Daraufhin konnten die Chemnitzerinnen ihre Nervosität etwas ablegen.

Zwar drückten die Gäste ihre Überlegenheit weiter mit Toren aus. Der HV Chemnitz kam aber mit der weiteren Spieldauer zu schönen Aktionen – Sandra Schumann mit einem Heber zum 2:5.

Dem Publikum wurde in der Folgezeit sehr guter Handball präsentiert.

Die Gäste nahmen die Partie als Vorbereitungsspiel ernst, die Chemnitzerinnen kämpften und kamen ein ums andere Mal durch die Deckung des Deutschen Meisters.

Mit einem standesgemäßen 7:20 ging es in die Halbzeit. Die Pause wurde genutzt, um verdiente Nachwuchstrainer des HV Chemnitz auszuzeichnen.

Außerdem wurde die langjährige Torhüterin der 1. Mannschaft, Uta Weichert, mit Applaus verabschiedet.

Zu Beginn der 2. Halbzeit konnte sich Sabrina König im Tor der Chemnitzerinnen gleich mehrmals auszeichnen.

Auch im Angriff zeigte sich der HVC gefährlich – Catrin Grützmann mit dem 8:20. Zwischendurch zog der Favorit immer wieder das Tempo an und schraubte sein Torkonto höher.

Gegen Ende legten die gut gelaunten Gäste zur Unterhaltung der Zuschauer immer wieder kleine Spaßeinlagen ein.

Kerstin Streit setzte mit ihrem Tor den Schlusspunkt unter eine starke Leistung des HV Chemnitz.

Am Ende lautete das Ergebnis 18:40 aus Sicht der Chemnitzerinnen, die gegen den Deutschen Meister alles gegeben haben.

Interview: Thomas Sandner, Trainer SG HV Chemnitz 2010

Interview: Mario Schmidt, Präsident SG HV Chemnitz 2010

Auch auf Seiten des Thüringer HC war man mit dem Spiel zufrieden.

Für die neue Bundesliga-Saison konnten verschiedene Varianten getestet werden.

Zudem macht der Verein gern Werbung in Sachen Handball in der eigenen Region.

Interview: Herbert Müller, Trainer Thüringer HC

Die Spielerinnen des Thüringer HC standen nach dem Spiel noch für zahlreiche Autogrammwünsche der Fans zur Verfügung.

Während sie den fünften Deutschen Meistertitel in Folge anvisieren, startet der HV Chemnitz ab Mitte September gegen die 2. Mannschaft des Thüringer HC in die neue Saison.

In der bevorstehenden Spielzeit der Mitteldeutschen Oberliga wollen die Chemnitzerinnen wieder eine gute Rolle spielen.

Thomas Sandner, Trainer SG HV Chemnitz 2010

Das komplette Spiel des HV Chemnitz gegen den Thüringer HC sehen Sie am Samstagabend ab 21 Uhr bei SACHSEN FERNSEHEN.