Deutsches Auswärtiges Amt: „Von nicht erforderlichen Reisen nach Japan wird abgeraten.“

Das Auswärtige Amt in Berlin warnt aufgrund der aktuellen Lage vor Aufenthalten in Japan im Krisengebiet im Nordosten der Insel Honshu (Teilreisewarnung). Von nicht erforderlichen Reisen nach Japan wird abgeraten, so das Auswärtige Amt auf seiner Homepage am Samstagnachmittag. Lesen Sie hier die aktuellen Warnungen und Reisehinweise für Japan:

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen in der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und im Großraum Tokyo/Yokohama zu prüfen, ob ein Aufenthalt in Japan weiterhin erforderlich ist. Falls dies nicht gegeben ist, sollte eine Ausreise außer Landes mit kommerziellen Mitteln in Erwägung gezogen werden, insbesondere von Familien mit Kindern.

Am 11. März gegen 14.45 Uhr Ortszeit (06.45 Uhr MEZ) ereignete sich im Nordosten Japans ca. 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokyo ein schweres Seebeben der Stärke 8,9 der Richterskala. In der Folge traf ein Tsunami weite Teile der Nordostküste Japans, verursachte schwere Schäden und forderte zahlreiche Opfer. In der Folge haben zahlreiche Nachbeben das Land erschüttert. Im gesamten pazifischen Raum wurden Tsunamiwarnungen herausgegeben.

Für Deutsche, die unmittelbar von den Ereignissen in Japan betroffen sind, ist die Botschaft in Tokio unter der Telefonnummer +81 3 5791 7700 und der E-Mail-Adresse info@tokyo.diplo.de erreichbar, ferner der Krisenstab im Auswärtigen Amt in Berlin rund um die Uhr unter +49 30 5000 3000.

Atomkraftwerke um Fukushima (350 Km nördlich von Tokyo an der Pazifikküste)
Die japanischen Behörden haben derzeit Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im unmittelbaren Umfeld der betroffenen Atomkraftwerke ergriffen.
Deutschen wird dringend empfohlen, den Anweisungen der japanischen Behörden Folge zu leisten.

Quelle: Auswärtiges Amt Berlin