Deutsches Uhrenmuseum eröffnet Sonderausstellung zu DDR-Zeit

Das Deutsche Uhrenmuseum in Glashütte zeigt bis zum 1. November eine Sonderausstellung zum Thema „Glashütte zur DDR-Zeit“.

Glashütte – in dem sonst eher verschlafenem 7000-Seelen-Dorf im Osterzgebirge werden seit mehr als 150 Jahren im großen Stil Uhren produziert.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der deutscher Wiedervereinigung erinnert das Deutschen Uhrenmuseum in einer neuen Sonderausstellung an die bewegten und maßgeblichen Jahre der DDR-Zeit.

Zu sehen ist die gesamte Produktionsbreite des damaligen VEB Glashütter Uhrenbetriebe – unter anderem Armbanduhren, Marine-Chronometer, Wanduhren und vieles mehr.

Darüber hinaus betont die Ausstellung aber insbesondere die Leistung der DDR-Arbeiter, die den maroden Nachkriegsbetrieb in knapp vierzig Jahren aus katastrophalem Zustand in ein Aushängeschild ostdeutscher Präzisionsproduktion verwandelt hat.

Heute bedient Glashütte besonders Luxusbedürfnisse. Früher wurden Uhren weniger als Statussymbol oder schmückendes Accessoire getragen. Die sozialistische Uhrenmanufaktur erfüllte eine gesamtgesellschaftliche Aufgab.

Dass damals die westdeutschen Kunden beim Kauf der sächsischen Edeluhren gezielt über die Herkunft der Ware hinweggetäuscht wurden, ist mittlerweile ein Stück deutsch-deutscher Geschichte:

Ein persönliches Lieblingsausstellungsstück hat der Leiter des Museums, das insgesamt mehr als 500 Uhren beherbergt, natürlich auch.

Die Sonderausstellung „Glashütte zur DDR-Zeit“ ist bis 1. November neben der Dauerausstellung im Deutschen Uhrenmuseum täglich von 10 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet.