Deutschlandweite Studie: Dresden, Leipzig und Chemnitz in Top-Ten-Liste

In einer heute (27. Mai 2016) bekannt gewordenen aktuellen Studie im Auftrag des Magazins FOCUS wurde die Frauenfreundlichkeit deutscher Großstädte untersucht.

Den ersten Platz belegt Dresden, Leipzig findet sich auf Platz vier wieder und Chemnitz auf Platz sieben. Untersucht wurden unter anderem die Kategorien Beruf und Karrierechancen, Einkommen und Qualifikation.

Die sächsische Gleichstellungsministerin Petra Köpping dazu: „Auf den vorderen Plätzen sind die drei sächsischen Großstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz, das ist eine wirklich gute Nachricht. Sachsen ist frauenfreundlich und das gibt uns Rückenwind. Wir werden weiter daran arbeiten, dass die Rahmenbedingungen für die berufliche und familiäre Entwicklung stimmen.“

Ministerin Köpping hob hervor: „Ich glaube, nicht nur die Bedingungen sind hier gut, sondern auch die Frauen in Sachsen meistern selbstbewusst und klug ihr Leben.“ Die Ministerin verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Tatsachse, dass es Frauen in keinem anderen Bundesland so häufig bis an die Firmenspitze schaffen wie in Sachsen. Die Gleichstellungsministerin weiter: „Neben der gut ausgebauten Kinderbetreuung hat sicher auch das gesellschaftliche Klima einen Anteil daran, dass Frauen hier Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren können.“

Ein wichtiger Punkt in der Studie ist der deutlich niedrigere Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen im Osten. „Das ist eine gute Botschaft, auf diesem Stand wollen wir aber nicht stehen bleiben. Ziel ist gleiches Gehalt für gleiche Arbeit.“

Hintergrund:

Das Statistische Landesamt hat zur Berufstätigkeit von Frauen mit Kindern Anfang Mai 2016 folgende Informationen publiziert: 78 Prozent der sächsischen Mütter mit Kindern unter 18 Jahren waren 2014 erwerbstätig, wobei fast die Hälfte von ihnen (49 Prozent) teilzeitbeschäftigt war.

Die Erwerbstätigkeit der Mutter wird deutlich durch das Alter der Kinder beeinflusst. Wenn zu einer Familie Kinder im Alter von unter 3 Jahren gehörten, waren 63 Prozent der Mütter erwerbstätig, wobei 46 Prozent dieser Frauen eine Teilzeitbeschäftigung ausübten. Unter den Müttern von 15- bis unter 18-jährigen Kindern (ohne jüngere Geschwister) waren 88 Prozent erwerbstätig, darunter 40 Prozent in Teilzeit.

Quelle: SMGI – Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration