„Deutung des Daseins“ – Ausstellung widmet sich dem Werk Bernhard Kretzschmars

Dresden - Bernhard Kretzschmar gehört zu den markantesten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts in Dresden. Er prägte die Kunst des Nachexpressionismus ebenso, wie er der Malerei der Neuen Sachlichkeit eine koloristische Seite gab. Bis 13. Mai zeigt die Städtische Galerie seine Deutung des Daseins.

Mit einem Pinsel in der Hand, einer Baskenmütze auf dem Kopf und einer Feldstaffelei unter dem Arm gehörte Bernhard Kretzschmar lange Zeit förmlich zum Dresdner Stadtbild. Zwischen 1915 und 1970 prägte er wie kaum ein Anderer die Kunst in der Elbmetropole. Die Städtische Galerie Dresden würdigt sein umfangreiches Werk nun in einer eigens konzipierten Ausstellung.  "Deutung des Daseins" ist der Titel der neuen Schau. In dieser wird die gesamte Schaffenszeit des 1972 verstorbenen Künstlers abgebildet. 29 Gemälde und 30 Grafiken zeugen von seiner Vorliebe für eine erzählerische aber strenge Bildkomposition. Im Mittelpunkt stand dabei häufig auch eine Prise Gesellschaftskritik. Kretzschmar wollte seine Kunst zwar nie für politische Zwecke missbrauchen, dennoch beteiligte er sich vielfach an kulturpolitischen Debatten und war Zeit seines Lebens ein streitbarer Mensch. Begleitet wird die Ausstellung von zahlreichen Kuratorenführungen und einem breiten Katalog rund um das Leben und die Werke Bernhard Kretzschmars. Bis zum 13. Mai wird die Schau in der Städtischen Galerie zu sehen sein.