DFB-Pokal Hallescher FC gegen FC Union Berlin: Polizei sorgte für friedlichen Ablauf

Weil das Kurt-Wabbel-Stadion derzeit umgebaut wird, verlegte der DFB das Erstrundenspiel im DFB-Pokal am Sontag in die „Red-Bull-Arena“. Dem musste sich auch die Leipziger Polizei stellen, denn beide Fußballvereine pflegen nicht gerade freundschaftliche Bande.

Ziel polizeilichen Handelns war in jedem Fall die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere durch eine strikte Fantrennung in allen Einsatzlagen, zu gewährleisten. Gemeinsam mit Polizeibeamten aus Thüringen, Bayern, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, aus Sachsen und der Bundespolizei wurde der Einsatz durchgeführt. Zuvor gab es schwierige Gespräche zwischen dem Veranstalter, der Polizei, der Stadt Leipzig und dem Stadionbetreiber. Viele Anstrengungen wurden laut Polizeiangaben unternommen, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

In Zusammenarbeit mit den Leipziger Verkehrsbetrieben wurden mehrere Busse für die Beförderung der mit Sonderzügen aus Berlin angereisten Union-Fans bereit gestellt. Gleichwohl ging es nicht ohne erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen und polizeilichen Maßnahmen rund um das Stadion.

Der Veranstalter rechnete mit ca. 12.000 Zuschauern. Tatsächlich waren etwa 9.600 im Stadion, als gegen 17:30 Uhr das Spiel angepfiffen wurde. Die Fans unterstützten ihre Mannschaften lautstark. Leider kam es in der 88. Minute zu einer Spielunterbrechung, weil aus dem Block der Hallenser Fans Pyrotechnik in den Unioner Strafraum geworfen wurde. Nach vier Minuten wurde das Spiel wieder angepfiffen und ohne weitere Störungen zu Ende gebracht. „Störungsfrei“ verließen die Fans das Stadion und begaben sich auf die Heimreise.

Das von der Leipziger Polizei angedachte Konzept ging auf. Beide Fangruppen wurden strikt getrennt. Dadurch konnten Auseinandersetzungen verhindert werden.

Insgesamt waren 148 Personen, bei denen nicht auszuschließen war, dass von ihnen weiterhin Störungen und Provokationen ausgehen werden, präventiv in Gewahrsam genommen.