DHB-Pokal-Abenteuer endet mit 29:38-Niederlage

In der 3. Runde des DHB-Pokal verpassten die Piranhas vom SC Markranstädt die Überraschung.

Am Ende eines temporeichen, aggressiven Spiels sahen sich die Gastgeber mit 29:38 im Hintertreffen. Der amtierende Deutsche Meister zog ungefährdet in die nächste Runde ein. Sehenswerte Aktionen bekamen die Fans und Zuschauer in der Halle immer wieder auf beiden Seiten geboten, so dass es trotz des deutlichen Ergebnisses ein unterhaltsamer Abend für alle Beteiligten wurde.

Hatte der Gastgeber Anfang der Woche noch gehofft, den Favoriten in der heimischen Halle ärgern zu können, häuften sich seitdem die Hiobsbotschaften. Gleich vier Ausfälle unter den Stammkräften mussten ersetzt werden. Doch die verbliebenen Spielerinnen kämpften 60 Minuten lang wie es sich für echte Piranhas gehört. „Ich bin mit meinem Team zufrieden. Sie haben alles gegeben und trotz der personellen Situation nicht aufgesteckt“, lobte SCM-Trainer Rüdiger Bones. „Und dennoch hätte ich gern gewusst was passiert wäre, wenn wir in Bestbesetzung hätten spielen können.“ Auch sein Gegenüber FCN-Coach Csaba Szücs war mit dem was seine Schützlinge boten, einverstanden: „Ich bin froh, dass wir das Spiel von der ersten Minute an ernst genommen haben und den Spielverlauf gestalten konnten.“

Einig waren sich die beiden Trainer ebenso wie Spielerinnen und Zuschauer, dass es eine dynamische Partie war, in der der Deutsche Meister immer wieder zeigte, warum er diesen Titel zu recht trägt: Kompromisslos, zielstrebig und effizient. Fehler in der Defensive wurden durch postwendende Gegenstoßaktionen wieder getilgt. „Diese bedingungslose Dynamik macht den Unterschied zwischen der 1. und 2. Liga aus“, zeigte sich auch Bones vom FCN-Stil angetan.

Keinen Unterschied dagegen war am Siebenmeterpunkt zu sehen. FCN-Nationalspielerin Ania Rösler verwandelte alle 12 Versuche, Dagmara Kowalska im Piranhas-Dress traf 10 Mal vom Punkt. Dank Fliegern und Drehern von beiden Teams gelang es den Akteurinnen trotz der zahlreichen Unterbrechungen des Spielflusses, das Publikum kontinuierlich zu unterhalten.