DHfK Leipzig gewinnt Spitzenbegegnung vor ausverkaufter Halle

Am 22. Spieltag der Oberliga bezwingt der Tabellenführer vor Rekordkulisse seinen ärgsten Verfolger, den HC Elbflorenz.

Wie zu besten DHfK-Zeiten verfolgten am Sonntagnachmittag 1160 Zuschauer – aktueller Saisonrekord in der Liga – ein hart umkämpftes und packendes Duell zweier nahezu gleichwertiger Teams. Die Dresdner erwischten den besseren Start, was die DHfKler sichtlich nervös machte. Und prompt kassierten die Leipziger die ersten beiden Gegentore.

Erst Maik Wolf, der erneut bester Torschütze seines Teams werden sollte, erlöste sein Team und die mitfiebernde Fangemeinde per Siebenmeter (1:2, 2.’). Doch die Gäste traten trotz ihrer schlechten Tabellensituation energisch auf und bauten ihren kleinen Vorsprung sogar aus (2:5, 9’). Nun nahm das Spiel des Favoriten Fahrt auf; Ole Dietzmann, der in die Startformation gerückte Matthias Strehle und eben Maik Wolf sorgten kurze Zeit später für den Ausgleich (6:6 12.’). Anschließend trug sich Jacob Schlichter in die Torschützenliste ein, wodurch die Hausherren erstmals in Führung gingen. Hinten standen sie geordnet und erzwangen so einige Notwürfe der Gäste in dieser Phase. Im Angriff lief das SC DHfK Handball-Zusammenspiel strukturierter und effektiver als zuvor, wodurch sich die DHfKler ihrerseits nun ein kleines Polster verschafften (12:7, 23.). Die Elbflorentiner ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken, auch nicht durch Michael Galias zahlreiche Paraden im Leipziger Kasten. Es blieb ein hochdramatisches, körperbetontes Duell, das durch einige Zeitstrafen an Spannung noch zunahm. Per Freiwurf netzte Regisseur Ole Dietzmann zum Halbzeitstand von 14:11 ein und eben jener eröffnete auch den Torreigen in Abschnitt zwei.

Dresdens Bester, Torhüter Maik Wagner, sorgte entscheidend dafür, dass weiter viele Großchancen der Leipziger nicht ihr Ziel fanden. Vielmehr brachte die Anfangsphase der zweiten Hälfte die Gäste zurück ins Spiel 16:14 (37.’), wobei sie vor allem dank Denny Mertigs und Mario Scholz’ Treffer dran blieben. Es folgte ein Kuriosum: Maik Wolf traf per Siebenmeter, wobei der Ball durch ein Loch im Tornetz wieder herausflog. Der Schütze wies Schiedsrichtergespann und Zuschauer auf das undichte Netz hin, worauf
ihm und seiner Mannschaft der Treffer zugesprochen wurde.

Die Partie indes blieb knackig. Die Dresdner schlossen wieder auf (18:16, 45.’) und der Gastgeber schwächte sich zusätzlich, indem sich Leuendorf und Schepers Zeitstrafen wegen Meckerns – und damit eine doppelte Unterzahlsituation – einbrockten. Der junge Benjamin Reißky im Dresdner Tor parierte einen Siebenmeter, was Denny Mertig den Anschluss durch Kontervollstreckung ermöglichte (20:19, 50.’).

Die Stimmung kochte, spätestens jetzt brodelte es in der Grubehölle. DHfK-Linksaußen Frank Bönke, zusammen mit Matthias Albrecht zur Unterstützung aus der 2. Männermannschaft ausgeliehen, erzielte mit dem 22:19 (55.’) das wegweisende Tor in Richtung 22. Saisonerfolg. Kurz darauf stellte DHfK-Publikumsliebling Maik Wolf mit seinem siebten Tor den umjubelten Endstand von 26:23 her.

Der Titel des Sachsenmeisters ist dem Sportclub damit nur noch rechnerisch zu nehmen. Nächstes Wochenende treten die Leipziger in Riesa an, wo sie mit Hilfe von 2 Punkten den Sachsenmeistertitel und die Qualifikation für die Relegationsspiele perfekt machen könnten.

+++ Einen ausführlichen Bericht sehen Sie heute Abend in Ihrere Drehscheibe Leipzig bei LEIPZIG FERNSEHEN! +++