Die Berliner Mauer und die Sachsen

Was verbindet Sachsen mit dem Bau der Berliner Mauer? Antworten auf diese Frage gibt eine Veranstaltung am 30. August 2011 in Dresden (19 Uhr im Kinosaal der Gedenkstätte Bautzner Straße). +++

Die Autoren Manfred Wilke („Der Weg zur Mauer. Stationen der Teilungsgeschichte“) und Jochen Maurer („Dienst an der Mauer. Der Alltag der Grenztruppen rund um Berlin“) stellen dabei jüngste Forschungsergebnisse zum Bau der Mauer vor.

Die anschließende Podiumsdiskussion greift nicht nur die Fragen auf, was die Alliierten wussten, wer den Mauerbau zu verantworten hat und wie groß die Gefahr eines Kriegsausbruchs tatsächlich war. Es geht auch darum, welche Reaktionen die Grenzschließung in Sachsen auslöste.

Der Historiker Manfred Wilke rekonstruiert die internationale Vorgeschichte des Mauerbaus anhand bisher nicht zugänglicher Gesprächsprotokolle zwischen Nikita Chruschtschow und Walter Ulbricht. Am Beispiel des Grenzregimentes GR 33 in Berlin-Treptow gibt der Militärhistoriker Jochen Maurer Einblick in den Alltag des Grenzdienstes und dokumentiert die geheimen Pläne der DDR-Führung zur Eroberung West-Berlins.

Für den Chef der Staatskanzlei, Johannes Beermann, ist das Thema noch immer aktuell, gerade mit Blick auf die Freiheit. „Der Bau der Berliner Mauer betraf auch ganz persönlich viele Sachsen. Es ist heute unsere Aufgabe, die Erinnerung daran wach zu halten, damit die Idee einer ideologischen Alleinherrschaft nicht noch einmal in unserer Gesellschaft Boden gewinnt.“

Die Veranstaltung wird im Rahmen einer Kooperation zwischen der Gedenkstätte Bautzner Straße und der Staatskanzlei durchgeführt. Sie geht auf Initiative des Chefs der Staatskanzlei zurück. Teilnehmen wird an seiner Stelle Landtagspräsident Matthias Rößler als Vertreter des Freistaates Sachsen und als Zeitzeuge. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, die Verbindung zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Berliner Mauerbau zu thematisieren. „Der Bau der Mauer ist kein Berlin-Thema. Es ist ein nationales und internationales politisches Thema und damit auch ein sächsisches“, erklärt Beermann.

Quelle: Sächsische Staatskanzlei

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!