Die Bilder der Sieger – Vortrag über amerikanische Fotografen in Leipzig 1945

Am Dienstag, dem 26. April, findet im Stadtgeschichtlichen Museum ein Vortrag in der Ausstellung LEIPZIG. FOTOGRAFIE seit 1839 statt. Im Mittelpunkt stehen die Bilder amerikanischer Fotografen in Leipzig während der amerikanischen Besatzungszeit 1945.

Als die Befreiungstruppen am 18. April einmarschierten, wurden sie von prominenten Fotografen begleitet, die dieses einzigartige Ereignis unabhängig voneinander dokumentierten. Robert Capa, Elizabeth „Lee“ Miller, Margaret Bourke-White und J. Malan Heslop, sie alle waren Zeugen der Stunde Null in Leipzig und trugen ihre bewegenden Eindrücke anschließend in die Welt.

„Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran“, so lautet das berühmte Zitat des US-amerikanischen Fotoreporters Robert Capa, der mit bürgerlichem Namen Endre Ernő Friedmann hieß und in Ungarn geboren wurde.

Auch die oft als „weibliche Robert Capa“ bezeichnete Fotojournalistin Elizabeth „Lee“ Miller schien diesem Motto treu zu bleiben, während sie erste vorsichtige Kontakte zwischen kämpfender Truppe und Zivilbevölkerung ablichtete. Genau wie J. Malan Heslop hielt sie am 19. April 1945 die Leichen der Selbstmörder aus der nationalsozialistischen Führungselite mit der Linse fest.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 15.5. und ist auch während der Osterfeiertage von 10-18 Uhr geöffnet.

Foto: Robert Capa, Befreiung vom Nationalsozialismus, Zeppelinbrücke, 18. April 1945

Die Bilder der Sieger
Amerikanische Fotografen in Leipzig, 1945
Di | 26.4. | 17 Uhr
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Böttchergäßchen 3
Eintritt: 3 €, ermäßigt 2 €, Jugendliche bis 16 Jahre frei