Die Blaue Partei will in den Landtag

Dresden - Konservativ, aber anständig. Mit diesem Motto will Die Blaue Partei bei den Landtagswahlen die Stimmen gewinnen. Frauke Petry ist im September 2017 aus der Partei 'Alternative für Deutschland' ausgetreten. Nun haben sie ihre Kampagne vorgestellt.

Frauke Petry, Vorsitzende der Blauen Partei erklärt, die CDU wäre ihrer Meinung nicht mehr konservativ, da sie die Grünen kopieren und die AfD sei nicht mehr anständig. Die Blauen wollen einen Mittelweg zwischen den Parteien beschreiten.

Die Blaue Partei hat aktuell ca. 100 Mitglieder in Sachsen. Laut Petry können sie aber auf über 1000 Unterstützer aus dem Bürgerforum 'Blaue Wende' zählen. Die Partei erhält keine staatliche Parteienfinanzierung für den Wahlkampf, sondern greift auf circa 100.000 Euro aus privater Finanzierung, wie etwa Spenden zurück.

Petry war für die Afd 2017 für die Bundestagswahl angetreten, hat sie dann aber direkt nach der Wahl verlassen. Seitdem sitzt sie fraktionslos im Bundestag. In Sachsen ist sie aktiv in ihrem Wahlkreisbüro in Pirna und sitzt im Landtag mit vier weiteren Abgeordneten. Auf ihren Wahlplakaten arbeitet sich Petry an grünen Themen ab. Vier der neun Motive beziehen sich auf die Energiewende - auf provokante Weise. Frauke Petry sieht keine Probleme mit der aktuellen Klimadebatte und dem steigenden Umweltbewusstsein der Wähler.

Sie wollen einen "vernünftigen Gegenentwurf zum Grünen Sozialismus liefern", so Petry. So würden sie sich trauen, mehr Industrialisierung in der Lausitz zu fordern - mehr Kohleabbau statt weniger. Solch Inhalte würden sie deutlich machen - wenn nötig, auch provokativ, so Petry.

Ob Petry und ihre Blaue Partei auch sachsenweit beim Wähler punkten können, wird sich in knapp einem Monat zur Landtagswahl zeigen.