„Die eigentliche Integrationsarbeit beginnt jetzt!“

Dresden – Nach den großen Fluchtwellen in den Jahren 2015 und 2016 beginnt jetzt erst die eigentliche Arbeit. Bei der Integration von Asylsuchenden setzt der Freistaat vor allem auf Ehrenamtliche. Um die freiwilligen Helfer besser zu unterstützen, hat das Integrationsministerium die sogenannte „HeLP-Studie“ in Auftrag gegeben.

Das Engagement von ehrenamtlichen Helfern in der Integrationsarbeit ist auf hohem Niveau konstant geblieben. Das ist eine Kernthese der sächsischen HeLP-Studie, die am Mittwoch in Dresden vorgestellt wurde. Laut Integrationsministerin Petra Köpping müsse die Anerkennung des Ehrenamts in der Gesellschaft aber weiter gesteigert werden. Trotz abnehmendem Flüchtlingsstrom engagieren sich in Sachsen weiterhin mehrere zehntausend ehrenamtliche Helfer in der Integrationsarbeit. Vor allem in Sprachkursen, bei der Alltagsbewältigung und im Bereich Freizeit, Kultur und Sport unterstützen sie die Migranten. Verbesserungspotential sieht Studienleiter Joachim Klewes allerdings noch bei der Weiterbildung und Unterstützung der Helfer. An dieser Stelle sei aber vor allem die Politik gefragt. Deshalb empfehlen die Wissenschaftler das Ehrenamt generell attraktiver zu machen. In den vergangenen Monaten hatten sich die Wissenschaftler mit den Herausforderungen, Leistungen und Perspektiven der ehrenamtlichen Integrationsarbeit auseinandergesetzt und mehr als 500 Personen befragt. Um einen Vergleich zwischen den einzelnen Bundesländern ziehen zu können, müssen allerdings die Ergebnisse des Freiwilligensurvey 2019 abgewartet werden.