Die „Generation-Y“ stellt sächsische Arbeitgeber vor eine Herausforderung

Die Universitätsklinik in Dresden beschäftigt sich schon länger mit der Integration der jüngeren Generation in den Arbeitsalltag. Diese scheint sich vor dem Chefsessel drücken zu wollen.+++

Die sogenannte „Generation Y“ ist besser ausgebildet als alle vorangegangenen und scheint sich trotz dessen vor dem Chefsessel drücken zu wollen.
 Die Anfang bis Mitte 30-Jährigen legen mehr Wert auf Selbstverwirklichung als auf eine steile Karriere. Persönliche Freizeit ist ihnen oft wichtiger als ein gutes Gehalt.

Das Dresdner Universitätsklinikum mit seinen 6000 Mitarbeitern setzt sich mittlerweile regelmäßig mit diesem Thema auseinander. Die Beratungsgespräche erfahrener Mitarbeiter mit Jüngeren sind dabei ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit. Darin geht es vor allem um die Planung einer individuellen Lebensgestaltung im Einklang mit der Arbeit.

Interview im Video mit Katrin Weigelt, Pflegedienstleiterin im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus

Ziel soll ein Dialog der Generationen sein, um einen gemeinsamen Arbeitsalltag problemfrei zu ermöglichen.

Auch Sachsens Gleichstellungsministerin beschäftigt sich mit dem Thema. Die Arbeitswelt müsse Eltern eine Balance zwischen Familie und Arbeit ermöglichen. Teilzeit und Elternzeit dürften nicht zum Karrierehemmnis werden.

Interview im Video mit Petra Köpping, Gleichstellungsministerin

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schneider + Partner plädiert dafür, die Stärken der Generation Y in den Mittelpunkt zu stellen. In einem Mitarbeiterdialog werden bei dem Mittelständler Angestellte in die Gestaltung von Arbeitsprozessen eingebunden.

Interview im Video mit Knut Michel, Geschäftsführer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schneider + Partner

Sachsens Wirtschaft sieht sich durch die jungen Fachkräfte vor eine neue Aufgabe gestellt. Nicht nur Arbeitgeber müssen sich umstellen und Forderungen, wie einer geregelten Arbeitszeit, nachkommen. Gleichzeitig soll die „Generation Y“ auf langfristige Sicht dazu gebracht werden, Verantwortung in Führungspositionen zu übernehmen.

Ob diese Vorstellungen beider Seiten auf Dauer übereinkommen können, bleibt abzuwarten.