Die „Große Messe“ auf großer Fahrt – Die Oper Leipzig zu Gast in Spanien

Die Große Messe gilt als eines der ausdrucksstärksten Werke von Uwe Scholz. Er choreografierte einst dieses beeindruckende Ballett an der Leipziger Oper nach der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. +++

In wenigen Tagen soll sein Werk wiederaufgeführt werden. Jedoch nicht in Leipzig, sondern eigens als Gastspiel in Spanien. Und dafür müssen jede Menge Vorbereitungen getroffen werden.

Zum Bühnenbild gehören meterhohe Spiegel. Da die Bühnen in den Opernhäusern in Madrid, Bilbao, Pamplona und Valladolid jedoch nicht baugleich mit der in Leipzig sind, musste das Bühnenbild neu angefertigt werden.

Mit diesem speziellen Modulsystem ist es möglich, die Spiegel individuell an jede Bühne anzupassen. Jeder der Spiegel ist zwei Meter hoch. Zusammengesteckt können sie eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen. Bevor sie jedoch auf große Fahrt gehen, müssen sie erst einmal getestet werden. Dafür werden sie zusammengeschraubt, um auch die notwendigen Drahtseile genau anzupassen, damit am Auftrittsort alles perfekt ist.

Ein solches Projekt bedeutet aber auch einen enormen Aufwand. Denn während das Gastspiel in Spanien unterwegs ist, laufen die Veranstaltungen in Leipzig weiter. Auch im Ballettsaal laufen die Proben auf Hochtouren. Ballettmeister Roman Slomski arbeitet hier mit den Tänzern an den letzten Feinheiten. Auf die Bühne gebracht wird das Stück von Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder, der einst ein Schüler und Freund von Uwe Scholz war.

Mit der Wiederaufnahme der Großen Messe wird das Stück seines früheren Lehrmeisters nun einem internationalen Publikum zugänglich gemacht. Und das unter einem sehr engen Zeitplan. Noch muss das Leipziger Publikum allerdings nicht auf das Ballett Ensemble verzichten. Und dann warten stehen unter anderem Stücke wie Cinderella und Jim Morrison wieder auf dem Programm.