Die Grünauer-Allee kommt unters Messer

Leipzig – Etwas trostlos sieht es schon aus im Wohngebietszentrum des 2. Wohnkomplexes im größten Stadteil Leipzigs. Wen wundert’s – seit 35 Jahren wurden in der Grünauer-Allee keine äußerlichen Schönheitsarbeiten mehr durchgeführt und die Natur hat sich sukzessive zurückgeholt, was ihr gehört.

Nach Jahren des langen Verfalls wurde die Stadt nun aktiv.

„Die Planungen haben im Grunde vor 10 Jahren begonnen. Wir haben in mehreren Workshops mit den Anwohnern vorort über die Notwendigkeit gesprochen und Ideen gesammelt wie wir das umgestalten. Das Ganze ist jetzt in eine Baumaßnahme gemündet, die wir dieses Jahr beginnen“

Die Struktur des Zentrums bleibt die gleiche, lediglich eine sogenannte „Bestandsorientierte Erneuerung“ soll umgesetzt werden. Heißt im Klartext:

„Das ist mittlerweile stark zugewachsen, sodass sich Plastiken wie der Turm der Jugend gar nicht mehr richtig erkennen lassen. Das Ganze wird im Grunde wieder freigestellt und saniert. Es werden außerdem alle Bodenbeläge ausgetauscht. An der Grundstruktur verändern sich außer ein paar neue Wegebeziehungen nicht viel“

Vor allem den älteren Anwohnern der Grünauer-Allee war es in den Planungsworkshops ein großes Anliegen, dass hier „mal was passiert“. Schließlich ist das Zentrum auch eine Begegnungsstätte für die dort lebenden Menschen und in der will sich Mensch wohlfühlen.

Die Abholzungsarbeiten sollen noch in diesem Monat beginnen. Ab Mai sollen dann die Bodenbeläge umgebaut werden und im November die längst überfälligen Schönheitsoperationen abgeschlossen sein. Die Sanierungskosten belaufen sich dabei auf über 700.000 Euro.