Die GRÜNEN fordern weniger Stellplätze am „Wiener Loch“

Der Baupolitische Sprecher der BÜNDINISGRÜNEN Stadtratsfraktion, Thomas Löser, erklärt warum auf mehr Stellplätze am Prager Carree verzichtet werden kann. Die Dresdner Stadtverwaltung beharrt auf einem Stellplatz pro Wohnung. +++

Zu den Verlautbarungen, dass die Dresdner Stadtverwaltung beim Bauvorhaben Prager Carrée („Wiener Loch“) auf der Errichtung von einem Stellplatz pro Wohnung beharrt, erklärt Thomas Löser, baupolitischer Sprecher der BÜNDNISGRÜNEN Stadtratsfraktion.

„Es ist unerklärlich, warum die Stadt diese hohe Stellplatzforderung erhebt. Der Investor hatte zeitgemäß mit deutlich reduzierter Stellplatzzahl geplant. Ärgerlich ist, dass es wegen der nötigen Umplanungen für eine 3. Ebene im Untergeschoss zu erneuter Verzögerung kommt und der Kaufvertrag noch immer nicht unterzeichnet ist.“

Gerade am zentralen Knotenpunkt Hauptbahnhof, wo drei S-Bahn-Linien, sechs Straßenbahn-Linien, eine Stadtbus-Linie, diverse Regionalbuslinien, Regional- und Fernbahn verkehren, kann gut auf Stellplätze verzichtet werden.

Löser weiter:
„Die Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Sächsischen Bauordnung (VwVSächsBO) formuliert eindeutig, dass Stellplätze an diesem Standort um 30  %  reduziert werden sollen (siehe Fußnote). Auch der Dresdner Luftreinhalteplan sagt aus, dass die Stadt auf keinen Fall noch mehr Stellplätze in diesen Größenordnungen braucht“.

Löser abschließend:
„Es ist an der Zeit, dass die Verwaltungsspitze endlich eine moderne Verkehrs-  und Stadtplanung umsetzt, auch in bezug auf Stellplätze. Andere Städte machen uns das schon lange vor. Nicht zu vergessen ist auch, dass die Gelder aus dem Grundstücksverkauf dringend gebraucht werden – z.B. für das Kulturkraftwerk Mitte.“

Quelle: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen