Die Igelhelfer – Teil 1

Dresden - Igel in Not! Die Temperaturen werden kälter, die Natur verändert sich - für die kleinen Stacheltiere bricht eine entbehrliche Zeit an. In unserer mehrteiligen Reihe stellen wir Menschen vor, die sich rührend um die Kleinen kümmern.

Gestatten: Kobold, ein witziger Name für einen Igel. Das im Frühsommer geborene Tier war im September fast verhungert, dann haben aufmerksame Zweibeiner ihn zur Igelhilfe gebracht, jetzt wiegt Kobold 650 Gramm und bekommt ein Winternest im Elbtal. 2018 war kein einfaches Jahr für die Igelpopulation, nicht zuletzt auch aufgrund der Hitze im Sommer. Normalerweise können Jungtiere nach sechs Wochen Muttermilch mit der Nahrungsaufnahme von Insekten und Larven beginnen, doch die Nahrungsquellen waren in diesem Jahr rar. 

Saskia bringt Borsteline heute in ihr Winterquartier. Das Tier wurde zu Hause aufgepäppelt und konnte dadurch sein Gewicht verdreifachen. Kobold und Borsteline bereiten sich nun in aller Ruhe auf den Winterschlaf vor. 

Die Igelhilfe Radebeul ist mittlerweile sachsenweit bekannt. Was hier oben Im Elbtal von den Mitarbeitern im Ehrenamt geleistet und auch finanziert wird, ist großartig. Die Pflegekosten eines Tieres liegen im Monat bei rund 15 Euro. Patenschaften und Betreuungsplätze für die stachligen Gesellen sind eine Möglichkeit um das Igelsterben zu stoppen.