Die letzte Möglichkeit für Kunst-Ausstellungen

Dresden - Seit 22. November gilt in Sachsen eine neue Corona-Nofallverordnung. In der wurde unter anderem festgelegt, dass kulturelle Einrichtungen ihre Türen bis 12. Dezember schließen müssen. Das trifft auch Künstler in der sächsischen Landeshauptstadt. Ein Verein in Dresden hat sich nun etwas besonderes ausgedacht, um Kunst doch erlebbar zu machen.

Ausstellungen - geschlossen. Theater - geschlossen. Corona greift wieder um sich, Kunst und Kultur müssen herunterfahren. Doch hier auf der Hechtstraße ist eine Ausstellung öffentlich zugänglich, auch wenn die Tür für Besucher zu bleiben.

Der Jugend- und Kulturprojekt e.V. engagiert sich im Kunst-, Kultur und Bildungsbereich. Sie wollen Projekte entwerfen und durchführen, die soziale Auswirkungen haben, Vielfalt und Inklusion ermöglichen sowie aktive Partizipation und bürgerschaftliches Engagement fördern - in Deutschland und Europa. Die Full-Moon Gallery, deren Name sich davon ableitet, dass neue Ausstellungen zum Vollmond eröffnen, ist aber das Herzensprojekt des Vereins, so Doreen Siegmund. Damit soll das Viertel kulturell bereichert werden und man wolle durch monatlich wechselnden Ausstellungen lokale Künstler unterstützen. Zur Zeit stellt der Musiker und Maler Hans-Jürgen Andersen einige seiner Werke aus. Das Konzept der Full-Moon Gallery gefällt ihm.

Andersen hat an der Hochschule für Musik in Dresden studiert. Da er nicht alle Gefühle und Illusionen in Worte fassen konnte, widmete er sich stärker der Malerei. Nun benutzt er viele verschiedene Materialien neben Pinsel und Farbe. In seinen Werken will er die Faszination des Seins und des Göttlichen zwischen Himmel und Erde darstellen. Mit seiner Kunst war er in diesem Jahr bereits auf dem Meißner und Radebeuler Grafikmarkt zu Gast - und jetzt auch in der in der Full-Moon-Gallery auf der Hechtstraße.