Die Pillnitzer Kamelie bezieht ihr Winterquartier

Bevor die ersten gefährlichen Nachtfröste Einzug halten, wird am Mittwoch das gläserne Schutzhaus auf seinen Schienen wieder über die „alte Dame“ gefahren. 

Damit ist die „open air-Saison“ beendet und die Kamelie kehrt wieder in ihr Winterquartier zurück. Seit nunmehr 17 Jahren schützt das fahrbare, 54 Tonnen schwere, 13,2 Meter hohe, aus Glas und Stahl erbaute Haus die Pillnitzer Kamelie vor Frost und lässt die Pflanze bei 4 bis 6° C die Zeit von Oktober bis Mitte Mai gut überdauern, bevor sie in der warmen Jahreszeit wieder frei im Park stehen kann.

Die 8,60 Meter hohe und knapp elf Meter breite Kamelie soll dann im nächsten Jahr von Februar bis Mitte April – vom Glashaus geschützt – wieder in voller Blüte stehen.

Die Pillnitzer Kamelie wurde 1801 von dem Hofgärtner Carl Adolph Terscheck an dem Ort ausgepflanzt, an dem sie heute noch steht. In den ersten Jahren wurde sie im Winter mit Strohmatten abgedeckt, später schützte sie ein beheizbares Holzhaus. 1905 brannte dieses ab und nur dem Löschwasser ist es zu verdanken, dass die Kamelie damals keinen Schaden nahm: Das Wasser gefror bei – 20 °C zu einer einzigartigen Schutzhülle aus Eis.

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