Die Sachsen haben 2019 mehr Geld verdient

Dresden - Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens 2019 in allen sächsischen Kreisen - Maximum mit 910 Euro in Mittelsachsen.

© SACHSEN FERNSEHEN

Das Verfügbare Pro-Kopf-Einkommen in Sachsen betrug 2019 insgesamt 21 132 Euro und damit 3,5 Prozent bzw. 720 Euro mehr als im Vorjahr. An der Spitze der sächsischen Kreise lagen seit 2011 die Pro-Kopf-Einkommen im Landkreis Leipzig (aktuell 22 603 Euro). Die niedrigsten Einkommen je Person wurden seit 2018 (aktuell 19 574 Euro) in der Stadt Leipzig erzielt.

 

Im Vergleich zu 2018 konnte in allen sächsischen Kreisen ein Anstieg der Pro-Kopf-Einkommen festgestellt werden. Der Landkreis Mittelsachsen verbuchte mit einem Plus von 4,4 Prozent bzw. 910 Euro pro Kopf gegenüber dem Vorjahr die deutlichste Erhöhung. Im Gegensatz dazu stieg das Verfügbare Einkommen je Einwohnerin bzw. Einwohner in der Stadt Leipzig nur um 2,0 Prozent bzw. 382 Euro. Hier muss der Einfluss der Bevölkerungszahl berücksichtigt werden, die in Sachsen im Vergleich zu 2018 nahezu unverändert blieb. Nur in den Kreisfreien Städten Leipzig und Dresden stieg die Bevölkerungszahl gegenüber 2018 und zwar um 1,0 bzw. 0,5 Prozent. Entgegen diesem tendenziellen Anstieg verringerte sich die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt Chemnitz und in sieben von zehn Landkreisen um bis zu 0,8 Prozent.

 

© Sachsen Fernsehen

Ein Vergleich der Verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen in den letzten zehn Jahren zeigt Zuwächse um bis zu 35 Prozent im Erzgebirgskreis und Nordsachsen. Auch hier war die Stadt Leipzig mit einem Plus von 21 Prozent das Schlusslicht. Insgesamt betrug das Volumen der sächsischen Verfügbaren Einkommen rund 86 Milliarden Euro und damit 3,4 Prozent mehr als 2018. Die Entwicklung in den Kreisen lag relativ nah beieinander - die Spanne der Zuwächse reichte von +3,0 Prozent in der Stadt Leipzig bis zu +4,0 Prozent im Landkreis Nordsachsen.

Ein Vergleich der Verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen mit den am jeweiligen Arbeitsort erzielten Bruttolöhnen und -gehältern zeigt, dass die in den Städten erreichten höheren Verdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch den Transfer des Einkommens der Pendelnden auch in die Umlandkreise gelangen. Die Ergebnisse werden ab dem Jahr 1995 vergleichbar zum aktuellen Gebietsstand publiziert.