Die Schlacht ist gewonnen, doch das Blutvergießen geht weiter

Zum letzten Mal hebt sich am Freitagabend im Chemnitzer Schauspielhaus der Vorhang für „Die Tragödie des Macbeth“.

In einem seiner letzten Stücke entwirft Shakespeare eine Welt, die ins Chaos abgleitet. Aber es ist kein politisches Drama, das sich auf der Chemnitzer Bühne abspielt, es ist ein menschliches. Und so verlieren die vermeintlichen Sieger im Machtrausch nicht nur ihr persönliches Glück, sondern auch ihren Verstand.

In Shakespeares Drama erhalten die Verführbarkeit durch Macht und die Faszination des Bösen ebenso Gestalt wie die Unentrinnbarkeit aus einer zerstörerischen Eigendynamik. Wie in vielen seiner Inszenierungen hat Regisseur Bruno Cathomas auch hier mit Musikern zusammengearbeitet, die für ihn eine ganz eigene Bühnen-musik komponiert haben.

Die Chemnitzer Band Radar entwickelte nicht nur speziell für diese „Macbeth“-Inszenierung die Musik, sie ist auch bei jeder Vorstellung live auf der Bühne zu erleben. Zu einem „Schauspiel extra“ lädt die Leitung des Hauses dann am Samstag ein.

Unter dem Motto „Das war die Spielzeit“ werden interessierte Besucher zum Gespräch im Foyer erwartet. Die zweite Spielzeit unter Leitung des Schauspieldirektors Enrico Lübbe ist fast vorüber – prall gefüllt mit 15 Premieren, mehr als 300 Repertoire-vorstellungen, ca. 180 NACHTSCHICHTen, einem viertägigem Theaterfest und mehreren Gastspielen bietet sie reichlich Gesprächsstoff. Beginn der Veranstaltung ist 20.00 Uhr, der Eintritt frei.

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