Die Theaterwerkstätten – LEIPZIG FERNSEHEN warf ein Blick hinter die Kulissen

Welche fleißigen Hände verbergen sich hinter den perfekten Inszenierungen? Hinter unscheinbaren Mauern verbirgt sich ein Ort, an dem aus den Ideen der Bühnen- und Kostümbildner Realität wird – die Theaterwerkstätten. +++

Jetzt, zum Ende der Spielzeit, ist in den Werkstätten nicht mehr ganz so viel zu tun. Normalerweise herrscht hier Hochbetrieb, denn es wird nicht nur für die Oper produziert, sondern auch für die Musikalische Komödie, das Centraltheater und das Theater der Jungen Welt. Und das oftmals gleichzeitig

Zu tun gibt es aber immer. So wurden die Stühle für das Schauspielhaus neu gepolstert, ganze 451 Stück. 912 Stunden Arbeit stecken dahinter. Außerdem müssen schon jetzt die Produktionen für die kommende Spielzeit vorbereitet werden. In der „Walküre“, dem zweiten Teil des „Ring des Nibelungen“ schlüpfen die Sänger zum Beispiel in riesige Mäntel, die in Zusammenarbeit mit der Kostümabteilung entstehen.

Das all die Stoffe am Ende auch so aussehen, wie sie sollen, dafür ist Renate Stopfkuchen zuständig. Sie arbeitet in der Färberei und ist Herrin über hunderte Farben. Prospekte, Bühnentuch, Kostüme und vieles mehr wird hier gemäß den Vorgaben des jeweiligen Kostümbildners eingefärbt, in einer genau festgelegten Reihenfolge.

Das kann schon mal eine Weile dauern. Manche Stoffe erreichen recht schnell die gewünschte Farbe, bei anderen kann sich der Prozess des Färbens über Stunden hinziehen. Dabei spielt Erfahrung eine große Rolle, denn die Farbmenge wird per Hand individuell zusammengerührt.