Diebstahl auf Baustellen nimmt in Sachsen zu

Leipzig – Leipzig wächst und verändert sich stetig, nicht zuletzt vorangetrieben durch die vielen verschiedenen Bauprojekte, die die Struktur der Stadt gestalten. Bauherren haben dabei allerdings oft mit massiven Diebstählen zu kämpfen, denn nicht nur bei Nacht entwenden Diebe Werkzeug, Baumaterialien und sogar Maschinen. 

Auch der, für die Sanierung der Alten Hauptpost verantwortlichen Leipziger denkmalneu planfabrik ist dieses Thema nicht unbekannt. Bis vor Kurzem kam es fast täglich zu Diebstählen auf der Baustelle. Dabei entstanden dem Unternehmen unter anderem Schäden im fünfstelligen Bereich. Für die Firma ein echtes Problem.

Dem Unternehmen entstehen mit den Diebstählen Schäden im fünfstelligen Bereich. Auch der Arbeitsalltag wird beeinträchtigt und die Motivation der beauftragten Firmen sinkt.

Seit 2012 konnte die Leipziger Polizei in ihrem Direktionsbereich mehr als 1.000 Diebstähle auf Baustellen aufnehmen, davon Zweidrittel im Leipziger Stadtgebiet. Zählt man Diebstähle aus Büros, Werkshallen und Lagern hinzu, kommt man auf über 2.000 Fälle. Seit Mitte der 90er Jahre steigen die Zahlen, erreichten 2014 ihren Höhepunkt. Das Profil der Täter reicht von spontan entschlossenen Dieben über Beschaffungskriminelle bis hin zu organisierten Gruppen, die bewaffnet mit Transportern vorfahren und das Diebesgut abtransportieren.

Außenstehende können oft nicht unterscheiden, ob ein Fahrzeug zur Baustelle gehört oder nicht, gemeldet werden Diebstähle deshalb oft nicht zum Tatzeitpunkt. Die Täter zu ermitteln ist dann schwierig, doch hin und wieder haben die Beamten Erfolg. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten Maschinen und Baugerät im Wert von über 20.000 Euro. Es war soviel Diebesgut, dass es mit einem LKW abtransportiert werden musste. Nicht jeder Täter kann von der Polizei ermittelt werden, doch immer wieder gelingt es doch.

Die Diebstähle werden in Leipzig zentral bearbeitet, um Täterstrukturen erkennen zu können und entsprechend erfolgreich zu handeln, die Aufklärungsquote bliebe allerdings gering. Die Polizei bemängelt, dass Baustellen trotz der Diebstähle oft nur unzureichend geschützt sind, es den Tätern SO oft leicht gemacht wird. Für den Schutz der Baustellen seien die Bauherren selbst verantwortlich.

Denkmalneu hat mittlerweile  Überwachungskameras installiert und Sicherheitspersonal engagiert, um die Baustelle am Augustusplatz zu schützen. Wenn eine Kamera Alarm schlägt wird das Security Team benachrichtigt und kann in kurzer Zeit am Einsatzort sein. Dort kontrollieren die Sicherheitsexperten das Areal nach einem Eindringling ab. Wird dieser gefunden kommen Beamte der Polizei hinzu und nehmen eine Anzeige auf.

Mit einer vernünftigen Absicherung der Baustellen und Sicherheitstechnik kann etwaigen Dieben Einhalt geboten werden. DenkmalNeu hofft darauf, dass die getroffenen Maßnahmen sowie die gute Zusammenarbeit mit Stadt und Polizei Früchte trägt und sich die Firma dann nicht mehr auf Diebstähle auf der Baustelle, sondern die Fertigstellung ihrer Projekte konzentrieren kann.