Diese Bergleute wurden um ihre Rente betrogen

Leipzig – Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, wurde ein weiteres Mal zur Jahresversammlung der Bergleute der Braunkohleveredelung Borna-Espenhain eingeladen.

Seit 20 Jahren kämpfen hier die 383 verbliebenen Bergleute der ehemaligen DDR-Braunkohleveredlung für die Auszahlung ihrer Betriebsrente.

Zu DDR-Zeiten erhielten die Mitarbeiter der Kohleveredelung wegen der gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen mit toxischen Gasen einen zusätzlichen Lohn. Diesen zahlten die Mitarbeiter, die den unter Tage beschäftigten Bergleuten gleichgestellt waren, als eigenen Beitrag in die Rente ein. Bis 1996 zahlte die BRD rund 2400 Bergleuten die Betriebsrente aus. Seitdem aber nicht mehr.

Gleichzeitig mahnte die Ministerin zu mehr Solidarität. Es ginge nicht um eine Neiddebatte gegen andere Betroffenengruppen oder gar Flüchtlinge, sondern um das gemeinsame Erkämpfen zulässiger Ansprüche.