Diese Journalisten erhalten den Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2019

Leipzig - Der österreichische TV-Moderator Armin Wolf sowie die deutschen Journalisten Arndt Ginzel und Gerald Gerber wurden am Dienstag mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2019 ausgezeichnet.

Armin Wolf ist seit 2010 stellvertretender Chefredakteur der Fernsehinformation des ORF. Europaweit ins Gespräch brachte ihn ein TV-Interview mit Generalsekretär der rechtspopulistischen FPÖ, Harald Vilimsky. Wegen seiner kritischen Fragen wurde er von der Partei bezichtigt, Lügen zu verbreiten.

Technisch ist die journalistische Berichterstattung einfacher geworden. Doch wird das Publikum zunehmend skeptischer und ist bereit, zu glauben, dass Journalisten nicht die Wahrheit sagen.

© Leipzig Fernsehen

Arndt Ginzel ist ein deutscher Investigativ-Journalist der regelmäßig für die ARD und das ZDF arbeitet. Er wurde unter anderem für seine Recherche zur "Sachsensumpf-Affäre" bekannt, über die er im "Spiegel" und bei "Zeit Online" berichtete. Gemeinsam mit dem Kameramann Gerald Gerber gerieten die beiden im Zuge einer Pegida-Demonstration in Dresden in eine langwierige Polizeikontrolle, die sie für geraume Zeit an der Berichterstattung hinderte.

Der Gesellschaft wird nachgesagt, dass sie immer enthemmter wird. Hass und Hetze gegenüber missliebige Berichterstattung im Internet oder gegen Journalisten bei Demonstrationen sind keine Seltenheit mehr.

Seit 2001 ehrt die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig jährlich Medienschaffende, die sich mit großem Einsatz, oft unter Inkaufnahme persönlicher Risiken, gegen Beschränkungen der Pressefreiheit und eine unabhängige Berichterstattung einsetzen. Er soll gleichermaßen die Erinnerung an die friedliche Revolution in Leipzig wachhalten: Damals forderten die Demonstrierenden "eine freie Presse für ein freies Land"